Posts by LarsLunde

    Natürlich spielen bei einem möglichen Havertz-Wechsel auch wirtschaftliche Parameter eine Rolle, aber abseits davon, glaube ich nicht, dass er sich jetzt bei einem großen internationalen Top-Club durchsetzen würde. Auch bei uns nicht.

    Der müsste noch ein, zwei Jahre bei Leverkusen bleiben, lernen und reifen.

    Chelsea steht zwar sicher nicht in einer Reihe mit Real und Barca, für einen reinen Zwischenschritt halte ich Chelsea aber für zu groß, so wie die gerade einkaufen.

    Johannes Mösmang ist müde. Durch die Seitenscheibe der Limousine sieht er ein verregnetes Bild von München vorüber ziehen.


    War spät geworden gestern- Leroy vom Flughafen abgeholt, Leroy zum Hotel gefahren, danach Leroy ins Krankenhaus zur medizinischen Untersuchung gebracht und während dessen Leroys PS4 im Hotelzimmer installiert. "Die Updates, die Updates sind wichtig ", hatte Leroy ihm eingeschärft.


    Später nickte die Dame an der Rezeption verständnisvoll und unangenehm übergehorsam, als Mösmang ihr einigermaßen peinlich berührt erklärt hatte, dass Herr Sané gerne Orangensaft zum Frühstück nehme, aber nicht den, mit dem "Scheiß drin, der einem immer zwischen den Zähnen hängen bleibt".


    Der Wagen hält an. An der Ampel stehen Menschen. Menschen auf dem Weg zu ihren ganz normalen Jobs.

    Warum konnte Mösmang nicht einen solchen, ganz normalen Job haben?

    Warum nur musste er sich Tag für Tag mit den Problemen und Wehwehchen der Superstars herum schlagen?

    Autos zur Inspektion abholen, den Fremdenführer für die Spielerfrauen geben und immer und immer wieder Friseurtermine vereinbaren. Das waren doch keine Aufgaben für einen erwachsenen Menschen. Warum konnte er nicht einfach morgens in irgendein Büro oder eine Werkstatt fahren und mit Würde seine tägliche Arbeit erledigen, so wie Millionen andere es auch tun?


    Mösmangs Kopfhaut juckt. Er möchte sich kratzen, doch das geht nicht. Es würde seinen Look zerstören.

    Vorsichtig versucht er mit dem ausgestreckten Zeigefinger- und auch nur mit dem Fingernagel desselben- exakt die juckende Stelle zwischen den Strähnen zu treffen ohne dabei etwas auf seinem Kopf in Unordnung zu bringen.


    Das war eine weitere Beschwerlichkeit, die sein Berufsbild mit sich brachte: Er musste immer adrett sein. Um jeden Preis. War es doch jederzeit und überall möglich- gewollt oder ungewollt- dass Mösmangs Nase auf dem Schnappschuss eines Paparazzo landete.


    Zu diesem leidigen Umstand gehört auch das freche Sommer-Ensemble, das Mösmang heute morgen ausgewählt hat: Sportliche Schlankmacher-7/8-Hose und ein Oberhemd von Al Bano und Romina Power. Oder Dolce und Gabbana, so genau wusste er das gerade selbst nicht mehr.


    Leroy Sané neben ihm im Fond der Limousine wirkt unbeeindruckt und abgeklärt. Er lauscht Musik durch unwirklich große, carbonfarbene Kopfhörer. Gelangweilt streicht er über die Oberfläche seines Smartphones.


    Fußballerisch war's für Mösmang selbst über Waldhof II nie hinaus gegangen.


    Mit etwas mehr Glück oder Talent hätte möglicherweise er jetzt jemanden an seiner Seite, der ihm die Anzüge zur Reinigung bringt oder sich in seinem Namen um einen Haftpflichtschaden kümmert.


    Doch eine mehr oder weniger enttäuschende und viel zu kurze Fußballkarriere und ein Jura-Studium später sitzt er nun hier im Wagen neben Leroy Sané.



    Das Auto stoppt. Die Tür wird geöffnet.

    Mösmang erwacht aus seinem Tagtraum.


    "Okay, Showtime", denkt er und setzt innerhalb eines einzigen Augenaufschlags sein Happy-Face auf, das sich in den Jahren als Vereinsmitarbeiter förmlich in sein Gesicht eingebrannt hat.


    Draussen im Regen stehen Reporter und Schaulustige. Davor springt aufgeregt ein bärtiger Mann von einem Bein auf das andere.

    "Hmm, sieht irgendwie aus wie Balin, der Zwerg. Nur kleiner," denkt sich Mösmang.


    Hasan " Brazzo" Salihamidzic grinst inbrünstig hinter einem wahren Ungetüm von Vollbart hervor, und begrüßt Sané leutselig per Faustknuffer.


    Zwanzig Minuten später unterschreibt Leroy einen hoch dotierten Millionen-Vertrag beim deutschen Rekordmeister.

    Im Blitzlichtgewitter.



    Johannes Mösmang hingegen sitzt bereits wieder hinter dem Steuer seines Firmen-A8 und studiert die Einkaufsliste von Candice Brook, die hinter der Sonnenblende klemmt.

    Mösmang seufzt leise auf:" Q-Tips, Zehenspreizer, Hornhautraspel."

    Der Mundschutz schützt nicht dich selbst sondern andere. Das funktioniert halt nunmal nur wenn in gewissen Bereichen alle eine Maske tragen.

    Auszug aus einem Interview mit einem Musiker, relativ unabhängig von Corona und auch unabhängig davon,ob die bislang bei uns getroffenen Maßnahmen tatsächlich zielführend sind:


    "Im Frühling 2009 breitete sich in Nordamerika mit H1N1 ein neuer Untertyp des Influenza-A-Virus aus.

    ... Damals trugen viele Mexikaner, die in den USA unterwegs waren Masken, was die Amerikaner belächelten.'Wissen denn diese Mexikaner nicht, dass diese Masken keinen Schutz bieten?'

    Was die Amerikaner nicht verstanden oder nicht verstehen wollten: Die Mexikaner trugen die Masken nicht, um sich selbst vor dem Virus zu schützen, sondern, um zu verhindern, jemanden anzustecken, falls sie unwissend infektiös waren...


    Das war eine gute Geste, sie stand für Fürsorge, Achtsamkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

    Die Amerikaner jedoch haben diese gute Sache zu etwas Hässlichem gemacht. Sie haben sie umgedeutet."

    Wenn Cuisance den Willen beweist, mehr zu arbeiten, müsste der eigentlich viel konkreter eingebaut werden. Wenn der in der BuLi seine Spiele bekommt, könnte der meiner Meinung nach definitiv zum erweiterten Stamm gehören.

    Alles andere macht ja sonst auch keinen Sinn. Er hat hochgerechnet heuer 2,3 BuLi-Spiele gemacht. So kann sich ein junger Spieler nicht entwickeln.

    Da fragt man sich doch auch, was der Plan hinter so einer Verpflichtung war.


    Natürlich immer voraus gesetzt, er will lernen und er will zuhören. Ich denke, das ist momentan noch sein größtes Problem.


    Und da habe ich die Hoffnung, dass Flick ihm das ein oder andere einflüstern kann.

    Als deutscher Humor getarntes Nachtreten.

    Lieber fan11885


    ob Du's glaubst oder nicht- grundsätzlich mag ich Deine Art zu schreiben und zu denken, auch wenn wir inhaltlich nicht zusammen kommen würden.


    Mein kleiner Beitrag sollte kein rüdes Nachtreten sein, sondern einfach eine humorvolle und unterhaltsame Geschichte darstellen, und das-natürlich- gepaart mit der Tatsache, dass für mich Kovac nie der richtige Trainer für den FC Bayern war.


    Auch denke ich nicht, dass Kovac jemand ist, den man zwingend schützen muss.


    Der hat seinen Schnitt definitiv gemacht und würde rein hypothetisch sicher darüber hinweg kommen, dass ein kleines Licht wie ich einen Gagbeitrag im Bayernforum verfasst hat.


    Also auf gut bayrisch geschrieben: "Samma wida guad?"


    Und darüber hinaus weißt Du ja sicher auch, dass die eigenen Witze immer noch die besten sind.😊

    Niko Kovac atmet tief durch. Er musste einfach mal raus, mal wieder den Kopf frei bekommen.


    Die Sportschau hätte er sich gestern nicht mehr ansehen sollen. Die hatte ihm den Rest gegeben. Deutscher Meister- Pah! Und auch noch zwei Spieltage vor Schluss.


    Jeder einzelne gelungene Spielzug der Rückrunde hallt immer noch wie eine ausgewachsene Ohrfeige nach.

    Und dann erst dieser ewige Besserwisser Flick! Dreiecke bilden- so ein Blödsinn. Das klang früher im Chemieunterricht schon immer irgendwie falsch.



    Kovac seufzt leise, rückt seine Golfmütze zurecht und sieht zu seinem Bruder Robert hinüber, welcher in weiter Entfernung in einem Trikot der kroatischen Fussballnationalmannschaft mit der Golftasche auf ihn warten muss.


    Kovac prüft noch rasch die Wetterdaten mithilfe seiner Smartwatch. "11 Grad, kein Wind- nicht zu heiß und nicht zu kalt", schmunzelt er zufrieden in sich hinein.


    Er umfasst den Schläger mit den ledernen Handschuhen und bringt sich in eine dominante Position.

    "Der kommt lang, Bruder!" brüllt er plötzlich und entschlossen, zieht aus und drischt wie ein nach Mithril gierender Zwerg in den Stollen Khazad-Dûms auf den kleinen, weißen Ball ein.


    Es ist nicht etwa so, dass Golf als Sportart besonders faszinierend für Kovac wäre, es geht-verdammt noch mal-um den Respekt, der einem auf dem Golfplatz entgegen gebracht wird.


    Kovac' beschirmte Augen folgen verzückt der Flugbahn.


    Es gibt in tausend Leben kein besseres Gefühl, als einem Ball beim Fliegen zuzusehen. Weit muss er fliegen. Und hoch. "Fantastičan" flüstert Kovac andächtig.


    Robert seinerseits ist nervös geworden, seitdem er bemerkt hat, dass der Ball wieder mal nicht mal annähernd in seine Richtung fliegen wird.

    Den Blick nach oben an die Flugbahn geheftet, stolpert er vorwärts, strauchelt, rappelt sich mühsam wieder auf und hetzt dem Ball hinterher.


    "Komm, komm, komm, Peitscheee" brüllt Niko seinem Bruder zu.


    Der hastet weiter, verzweifelt, in sicherer Vorahnung die Kugel auch dieses mal wieder nicht erreichen zu können.


    Der Ball schlägt weit ab dumpf in den Erdboden ein.


    Robert ist müde und traurig. Und er friert. Verdrossen streift er sich die inzwischen grasgrünen Knie ab.

    Nach jedem Bundesliga-Spieltag die gleiche Scheiße. Und das seit Monaten. Aber heute ist's besonders schlimm.



    Niedergeschlagen nimmt er in der Ferne den ungnädigen Ausdruck im Gesicht des Bruders wahr.


    Entschuldigend und nur zögerlich hebt Robert Kovac die Hand. In ihm gärt eine häßliche Mixtur aus Scham, dem tiefen Verlangen nach Zuwendung und der Hoffnung, dieser Alptraum möge- zumindest für heute -vorüber sein.


    "Der lernt's nicht mehr", murmelt Niko, schüttelt den Kopf und packt seine Schläger zusammen.

    Vielleicht weint er leise dabei.

    Wir hatten einfach kein richtiges Mittel mehr, nachdem Frankfurt in der zweiten Halbzeit umgestellt hatte.

    Müdigkeit und Pomadigkeit ja, aber das ist nur die halbe Wahrheit.


    Wobei ich nicht weiß, ob es das Wort Pomadigkeit überhaupt gibt oder ob ich es gerade selbst erfunden habe.

    Nachvollziehbar, aber auch sehr schade. Als Tolisso zu uns kam, war ich mir sicher, dass er hier einschlagen würde.

    Ich halte ihn auch menschlich für einen guten Typen.


    Aber die Verletzung hat er wohl nie ganz überstanden.


    Schade.

    Aber Wohlstand heißt für mich Zugang zu Bildung (Grund- und Hochschulausbildung), Zugang zu einem Gesundheitswesen, Zugang zu ausreichend Nahrung und sauberem Wasser, Zugang zu Mobilität, Zugang zu Elektrizität und Zugang zu einem gewissen "Grundkomfort" wie Urlaub, Auto, Handy etc. Wenn man diesen Maßstab zugrunde legt, verfügen über 90% bereits darüber.

    Die Gruppe der Extremarmen mag kleiner geworden sein.


    Dass der Rest aber zum größten Teil Zugang zum "Grundkomfort" wie Auto, Smartphone, Urlaubsreisen hat, glaube ich nicht. Auch bei Bildung und Gesundheitswesen wäre ich mir nicht sicher:

    Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung kann nur schwer die Grundbedürfnisse decken. Weltweit leben 3,4 Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze, wie aus einem am Mittwoch von der Weltbank in Washington veröffentlichten Bericht hervorgeht. Gleichzeitig seien aber immer weniger Menschen extrem arm.


    https://www.migazin.de/2018/10…en-menschen-armutsgrenze/