Posts by Robben1

    Habe es schon an anderer Stelle gesagt, dass UH heilfroh sein kann, dass ihm die Mannschaft vor der JHV sein Kovac-Problem gelöst und abgenommen hat, sonst wäre gerade ihm bei dieser Veranstaltung ganz anderes um die Ohren geflogen. Bis auf die z.T. schrägen Wortmeldungen, die ihn gar nicht betrafen und wo er gar nicht mehr am Mikrofon sass, lief das optimal für ihn und überhaupt. Und ansonsten sollte man locker drüber stehen können über im Grunde doch harmlose Statements bzw. ggf. sachlich antworten so wie es Rummenigge souverän gemacht hat.


    "Hättest du geschwiegen, wärest Du ein Weiser geblieben", sagte UH letztes Jahr zu Bachmayr. Hätte er es auf sich selbst angewendet am Freitag, hätte er in der letzten PK einfach diese Wortmeldungen ignoriert und wäre souverän als 'elder statesman' abgetreten.


    Aber nein. Er ist inzwischen so von sich eingenommen, dass er glaubt, bis zum Schluss alles 'richtigstellen' zu müssen. Er glaubt das Recht zu haben, alles und jedes und jeden runterputzen zu können (Veganer! was für ein Stuß), wenn es ihm gerade danach ist. Gleichzeitig ist er selbst extrem dunnhäutig gegen jede Kritik und spielt das Opfer, wenn er sich oder den Verein angegriffen fühlt. Autoritär und narzisstisch. Solche Eigenschaften von Personen in Führungspositionen soll es auch außerhalb des Fußballs geben.


    Er war toll auf dem Platz (habe ihn noch spielen sehen), er war ein mutiger und cleverer Manager, der den Verein groß gemacht hast. Ab 2013 bzw. 2016 war er dann oft ein Zerrbild seiner selbst. Danke für alles - und nun tschüss.

    Man stelle sich nur mal vor, UH hätte sich durchgesetzt und Kovac hätte noch die 2 Spiele vor der JHV bekommen! Das wäre nett geworden. Die Mannschaft, bzw. die dafür verantwortlichen Spieler, haben für UH mit ihrem Votum gegen Kovac und für die Ernennung von Flick die JHV und die Stimmung gerettet, so dass UH sich bis zu den Wortmeldungen 'sauwohl' fühlen konnte. UH bekam den verdienten großen Abgang, weil andere ihn vor sich selbst schützten.

    Er kann seine Meinung zu vielen Dingen, gerne auch laut, sagen.


    Nur beim Thema FCB sollte er sich in Zukunft tunlichst zurückhalten. Das ist nicht mehr sein Bier.

    Seine Meinung wird künftig automatisch viel weniger zählen, weil ihr die Amtsautorität fehlt. Alles, was ein Hainer oder Kahn sagen werden, zählt deutlich mehr. Die Schwerkraft der Fakten, wer ein Amt hat und wer nicht, wird Ulis Rolle automatisch deutlich relativeren. Auch wenn er vielleicht etwas länger dazu braucht, wird er es schließlich selbst merken.

    BILD hatte da auch Finger im Spiel. Sie stellten die öffentliche Behauptung auf, City-Quellen hätten ihnen bestätigt, dass Sane nicht aufgestellt wird. Das kann Wunschdenken oder Taktik gewesen sein, aber es war absolut kontraproduktiv. Sie wollten unbedingt exklusiv den Sane-Transfer zu Bayern herbei schreiben und vermelden. Es wurde damals in England auch gesagt, dass City dann auf Pep einwirkte, dass man sich nicht von deutschen Zeitungen die Aufstellung diktieren lasse. Kein Wunder, dass BILD dann nach der Verletzung eine Kampagne gegen den "verantwortungslosen" Pep ritt, um von sich abzulenken. Wie nahe man am Transfer war, wird man nie genau wissen, finanziell war man jedenfalls noch klar auseinander. Dass BILD in dieser Geschichte aber nicht hilfreich war, scheint mir klar.

    "unser Jürgen"?

    Wer ist "uns"?

    Wir Bayern-Fans?


    "Unser" Jürgen? Hast du dich im falschen Forum eingeloggt?

    Ich war im Sommer in Liverpool und fuhr mit dem Bus zur Anfield Road, um mir mal das Stadion anzuschauen. Normalerweise hörst du in dem Teil Englands nicht so viel Nettes, wenn du aus Deutschland kommst, aber dann sagte mein Nebensitzer, der bei LFC arbeitete, zu mir: "Thank you for Jürgen Klopp!" Ähm, hm, das war dann doch irgendwie peinlich ... Habe irgendwas rumgedruckst, jaja gesagt und abgelenkt und Thema gewechselt.

    ETH ist auch deshalb die beste Lösung, weil er von Ajax kommt: Bayern ist für ihn eine Verbesserung, in Amsterdam fühlt man sich fast geehrt wegen der Anfrage, und vor allem ist der Saisonausgang in Amsterdam nicht wichtig, weil die Erwartungen (Eredivisie) relativ leicht zu erfüllen sind und CL nicht mehr als ein Bonus ist.


    Ein Tuchel, Pochettino oder gar Pep würden nur gehen bzw. gehen müssen, wenn sie ihre Saison in Paris, London oder Manchester in den Sand setzen und man mit ihnen unzufrieden ist. Einen Trainer zu holen, der anderswo gerade an den Maßstäben seines Klubs gescheitert ist, ist eine mittelmäßige Idee.

    Ich würde es schon feiern, wenn Pep hier wieder aufschlägt. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich aber dennoch ten Hag bevorzugen. Der steht irgendwie für einen Neuanfang der zur Umstrukturierung im Verein passt, da könnte ich mir vorstellen, dass der als Trainer hier wirklich eine Ära prägen kann. Es gibt natürlich nie eine Garantie das es klappt, bei ten Hag scheint aber irgendwie alles zu passen. Mir ist auch noch kein Bayernfan begegnet der gegen ten Hag wäre.

    Eine Wahl zwischen den beiden werden wir nicht haben; es wäre schon mehr als optimal, wenn eine dieser beiden Optionen sich erfüllt. Alle anderen Alternativen fallen dagegen stark ab, es sei denn wir erleben ein grandioses Flick-Wunder in den nächsten Monaten.

    Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass er zurück kommt, weil dazu die Bedingungen für ihn bei City einfach zu gut sind. Im Sommer war ich in Manchester und bei einer Stadiontour, wo sie dir Dinge zeigen und erzählen, die du in München nie hören würdest, und auf dem Gelände. Du hast traumhafte Bedingungen, Strukturen und Geld dort. Da gehst du wirklich nur weg als Trainer, wenn sie dich feuern oder du meinst, dass es nicht läuft bzw. nicht mehr aufwärts gehen kann. Bei Pep gäbe es nur die letzte Variante, aber ich glaube auch, er würde dann seine wenigen Fehler analysieren und analysieren und abzustellen versuchen.

    Dieses übetriebene Loben ging mir schon bei uns auf den S.ack!


    Gestern sagte er ja auch zu den Schiris: "Thank you so much!" Zynismus pur, der mit echter Größe mal so gar nichts zu tun hat.

    Jeder, der ihn kennt, weiss doch, dass er das tatsächlich das genaue Gegenteil denkt. Aber psychologisch ist das nicht dumm nach so einem Spiel, es fährt Emotionen und Frustration erst mal runter.


    Erinnert man sich noch daran, dass bei uns bis letzte Woche für jede bescheidene Vorstellung die Mannschaft verantwortlich gemacht wurde, weil sie nicht den Trainervorgaben gefolgt sei? Dass Wetter, Wind und die Einwechslung von Baumgartlinger in der 40. Minute etc. etc. etc. schuld waren?

    Nicht nur dass man bei diesem User das zynische Rincewind-Zitat von Terry Pratchett in der Signatur immer mitzulesen gezwungen wird. Man kann den DoPa natürlich kritisieren, aber "hohle Journalistenfratzen", "Schwachmaten" und "Spritzer auf Monitoren" ist mehr als primitiv. Was soll das.

    Man wird ja wohl noch sagen dürfen, was man überhaupt nicht so meint. ;)

    Mit anderen Worten: Es bedeutet jetzt schon nicht mehr sonderlich viel, was er sagt, und nach der JHV bedeutet es noch viel weniger. Es wird wohl bei ihm selbst noch etwas dauern, aber irgendwann wird er es merken.

    War klar. Das wird der lauteste Rückzug aller Zeiten.

    Das sind natürlich tolle Aussichten, aber man wird sehen müssen, ob es tatsächlich dazu kommt. Für fast jedes laute Getröte in den letzten Jahren gibt es mit Verspätung auch oft im Nachgang wieder Hoeness-Sätze wie "das habe ich so nicht gesagt, das habe ich so nicht gemeint, es wäre vielleicht besser gewesen ich hätte es so nicht gesagt". Oder es gibt Rummenigge-Sätze wie "der Uli weiss auch, dass er das vielleicht so nicht hätte sagen sollen". Ich denke, wenn er wirklich "Abteilung Attacke" ohne FCB-Leitungsfunktion spielen würde, bekäme er immer mehr Kommentare und rhetorische Fragen wie "sprechen Sie für den Verein, oder ist das Ihre Privatmeinung?" Und es würde Kommentare aus dem Verein geben nach genau diesem Motto: es ist seine Privatmeinung. Ob er es will oder nicht, ob er es gleich merkt oder später: Nach dem 15.11. schrumpft seine Autorität, Bedeutung und Relevanz sehr deutlich, ganz egal was er sagt.

    Er hat übrigens bei seinem Dopa-Anruf nicht gesagt, "wir sind ein demokratischer Verein", sondern "wir sind ein ziemlich demokratischer Verein" und die Runde hat geschmunzelt.

    Der kicker fragte Hoeneß am Sonntag nach dem Anlass für seine Aussage zur Trennung von Kovac. "Muss man nicht die Wahrheit sagen?", antwortete Hoeneß, "der größte Druck kam von der Mannschaft."


    Das ist die Wahrheit, nur nicht die, die man vor einer Woche der Öffentlichkeit mitteilte. Gegen die Mannschaft kann selbst Uli Hoeneß keinen Trainer halten. Vielleicht künftig gleich die Wahrheit sagen statt später - weil, Glaubwürdigkeit und so.

    Ist der peinlich geworden. Er muss doch nicht jeden beschützen. Brazzo ist doch eigentlich, kein kleines Kind, er müsste sich selbst zu Wehr setzten. Unser Ehm Männchen.
    Er mischt sich nur ein, weil er weiß das der Typ es nicht drauf hat, genau wie bei Niko. Aber Uli tut alles das er selber keine Fehler macht.

    Er ist halt ein Sportdirektor und bald Vorstand von Ulis Gnaden; wieder jemand, der ihm immer zu danken hat. Leider entscheiden in diesem Fall nicht die Noten und Lehrer über die Versetzung, sondern die Helikoptereltern ganz alleine, um das nette Bild von vorher aufzugreifen.