Posts by TripleJupp

    Je länger ich mir die Aufstellung anschaue, desto weniger gefällt sie mir. Süle ist hinten nicht in seiner besten Verfassung, mit Goretzka Kimmich und Tolisso in der Mitte fehlt mir ein bisschen Fantasie, zumal mit Coman und Müller auf Außen (oder welche Rolle soll das werden?) auch wenig Präzision auf der einen und wenig Raumgewinn auf der anderen Seite zu erwarten ist. Naja mal schauen.

    Puh das ist eine überraschende Aufstellung. Versuchen optimistisch sein und den Spielern vertrauen. Allerdings habe ich nicht so ein gutes Gefühl bei dieser Aufstellung. Mit Müller auf Außen und ohne Müller in der Mitte gleich doppelte Schwächung. Ist sicher auch Belastungssteuerung dass Tolisso spielt, da er ja für die Buli gesperrt ist. Zumindest haben wir für die Flügel mit Costa Musiala Davies viele Alternativen draussen.

    Weil hier Musiala und Tiago zurecht immer wieder genannt werden. Auf solche Leute sollen und müssen wir natürlich setzen. Aber bei den beiden genannten mache ich mir aufgrund der schwachen physischen Verfassung schon Gedanken. Gegen robuste Teams könnte ich mir beide zusammen im Mittelfeld nicht vorstellen. Im Ballbesitz sicher mega, aber ohne Ball werden sie verfrühstückt. Da könnte Goretzka als Vorbild dienen ein bissl zuzulegen.

    https://www.ligainsider.de/mob…icht-komplett-fit-294871/


    Douglas Costa ist noch nicht bei 100 Prozent


    Flick hört sich nicht so an, als ob Costa in der Startelf steht. Tippe mal drauf, dass Müller auf den Flügel geht.

    Wäre schön, wenn ich falsch liege und Musiala von Anfang an ran darf. ;)

    Vielleicht lässt er auch Davies auf den Flügel, Hernandez zeigte ja zuletzt gute Leistungen. Dann müsste Coman nach rechts.

    Die Unternehmen halten sich an Vorgaben. Die Vorgaben sind aktuell eben andere als noch im Frühjahr, als die Zahl der Infizierten ungleich höher war, als momentan. Verwechsle bitte nicht Fälle mit Infizierten. Kleiner aber feiner Unterschied.

    Deshalb schrieb ich "wenn sich Unternehmen nicht an Vorgaben halten". Den Unterschied kenne ich. Ich denke aber nicht, dass jemand weiß, wie viele Menschen infiziert sind und wie viele Fälle es gibt. Deshalb kann ich dazu nichts sagen.

    Das ist halt auch wieder das übliche Fußball-Bashing, ist wohl gerade im Trend. An welcher Stelle tut "der Fußball" denn so als ginge ihn das alles nichts an? Es gibt wohl nicht viele Branchen die vergleichbar detaillierte wie wirksame Konzepte für diese Krise aufgestellt haben. Das sollte man sich eher als Vorbild nehmen statt ständig draufzuhauen weil im Fußball versucht wird Lösungen zu finden.


    Am Wochenende ist übrigens wieder Formel 1 in Portugal nachdem der Rennzirkus mit mehreren Tausend Leuten seit Wochen um die ganze Welt reist. Die Kritik daran ist wohl an mir vorbei gegangen.

    Warum sollte man die Formel 1 dafür nicht kritisieren? Sie wird dafür auch kritisiert. Natürlich sind die Leute froh, dass scheinbar einige Dinge wieder normal laufen. Da haben sie die Rechnung wortwörtlich aber ohne den Wirt gemacht.

    Fußball- Bashing betreibe ich mit Sicherheit nicht, schon gar nicht wegen Corona. Auch ohne Corona kann kein Fan ernsthaft gutheißen, was da wirtschaftlich abgeht, wenn man das alles zu Ende denkt. Aber wie ich schon schrieb: in der Ausgestaltung und bei der aktuellen Debatte, die wir um "Einschränkungen" der Bevölkerung aktuell haben, finde ich die Fülle an Spielen unverantwortlich. Es ginge auch eine Nummer kleiner. Folge ist jetzt, dass wir auf einem guten Weg sind, irgendwann wieder die Bremse reinhauen zu müssen.

    Und wieso genau soll dann das Fußball-Business den ersten Schritt machen und den Spielbetrieb einstellen? Ich sehe hier auch weiterhin keine Sonderstellung des Fußballs.

    Sie haben den ersten (oder einen der ersten) Schritte gemacht, als es um die "Wiedereröffnung" sportlicher Events ging. Und ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass der Spielbetrieb komplett eingestellt werden sollte. Man hätte einfach mit Vernunft an die Sache rangehen können und Spiele der Nationalelf weglassen oder auf ein Mindestmaß reduzieren können. Man hätte Wettbewerbe einkürzen können, um etwas Luft zu gewinnen für den Fall, dass die Lage sich wieder zuspitzt. Und man hätte insgesamt den Fokus auf nationale Wettbewerbe legen können. Aber das System läuft auf Volllast, darum geht es. Niemand möchte auch nur einen Krümel vom Kuchen liegen lassen. In einigen Ligen wurden Spiele am grünen Tisch gewertet oder fanden unter irregulären Bedingungen statt. Was hat das noch mit "Fußball" zu tun?

    Ich habe nur beschrieben wie es aktuell ist und nicht wie ich es mir vorstellen möchte. Es wird jetzt bereits damit gedroht, dass Weihnachten "ausfallen" könne, wenn wir uns nicht disziplinieren. Man hört allgemein nur noch den Begriff Disziplin, Daumenschrauben müssen festgezogen werden. Das bezieht sich aber alles ständig auf die Freizeit. Da geht es mir auch nicht darum, ob ich auf Partys darf, da reicht schon ein Blick in den Freundes/Familienkreis, wenn wir in ein paar Wochen wieder nur noch 2 Leute privat treffen dürfen, aber weiter mit Bus und Bahn ins Büro eiern dürfen. Das ist jetzt aber alles wieder zu Fußballfern, eigentlich wollte ich nur schreiben, dass wirtschaftlich/arbeitstechnisch eben nicht alles auf ein Mindestmaß reduziert wird, beim Fußball eben auch nicht. Dennoch dürften wir uns einig sein, dass gerade Auslandsreisen aktuell für jeden AN (darunter auch Fußballer) keinen Sinn ergeben.

    Absolut. Und ich sehe dass mit der Arbeitswelt genauso. Nur in Ordnung finde ich das nicht. Da wird Wasser gepredigt und Wein gesoffen. Niemand möchte einen neuerlichen Lockdown, aber zurückstecken will eben auch keiner (bezogen auf die Unternehmen).

    Ohne zu Nahe treten zu wollen, nur um es zu verstehen, wie ist Deine Ansicht zur Gelddruckmaschine Fußball mit dem Fandasein zum FCB vereinbar?

    Abstand halten! ;)

    Für mich absolut vereinbar. Ich bin seit meiner Kindheit Fan des Vereins. Und das nicht aus irgendeinem Geltungsdrang oder aus einer kommerziellen Sichtweise heraus. Sondern weil ich mit dem FC Bayern den Fußball lieben gelernt habe (sowohl aktiv im Verein und auch als Zuschauer). Und ich gehe mit dem Thema Kommerz als Fan auch sehr bewusst um. Ich bin zwar Fan, muss aber nicht alles unterstützen. Ich zahle meinen Mitgliedsbeitrag, aller Jubeljahre leiste ich mir ein Trikot. Spiele besuche ich soweit es mir möglich ist ebenfalls in Abständen. Der Fußball steht im Vordergrund. Ich könnte allerdings gut damit leben, wenn der Fußball weniger durchkommerzialisiert wäre. Dadurch würde mir persönlich nichts verloren gehen.

    Ich denke, dass der Fußball eben so auch dazu beiträgt, dass sich das Pandemie- Geschehen wieder drastischer rückwärts entwickelt. Natürlich ist er nicht allein verantwortlich und mit einer "2. Welle" war ohnehin zu rechnen, ich denke aber nicht, dass Leute mehr Verständnis dafür haben, dass sie in bestimmten Lebensbereichen eingeschränkt werden, während andernorts aus Geldgier fröhlich die Bazillen verteilt werden. Mit Anlauf.

    Beleg ist der (durchaus langfristig und mit Augenmaß) planbare Spielplan. Der ist jetzt schon auf Kante genäht und lässt im Prinzip keinen Spielraum für größere Spielausfälle, gerade was die Belastung der Spieler betrifft. Völlig pervers an jedem noch so unwichtigen Wettbewerb, ja sogar an Freundschaftsspielen auf internationaler Ebene, festzuhalten. Da tuts mir leid, da haben die Herrschaften Entscheider es einfach ein stückweit verdient, dass der Karren gegen die Wand fährt. Blöd nur, dass die leidtragenden nicht die hochrangigen Funktionäre und die Spieler sind, denn diese sind abgesichert. Leidtragend sind die echten Fans und natürlich die kleinen Mitarbeiter und nicht zuletzt auch jeder andere Verein in unterklassigen Ligen, Ehrenamtliche, Kinder etc.

    Aber who cares?

    Natürlich muss weiter Fußball gespielt werden. Ebenso wie alle Veranstaltungen mit Hygienekonzept stattfinden können. Streeck und andere Experten haben immer wieder betont, MIT dem Virus leben und nicht nur Angst und Panikmache betreiben.

    Wir reden von nicht mal 0,1 Prozent Infizierte, von denen wie viele krank sind?

    Genau. Innerhalb der nationalen Ligen und unter Einhaltung aller Auflagen. Ginge es nur um Fußball, wäre das völlig ausreichend.

    Auf ein Mindestmaß reduziert? Die rein positiv Getesteten sind täglich jetzt schon deutlich höher als im März/April. Damals wurde von meinem AG alles getan, damit wir uns in den Büros und auf den Fluren nicht über den Weg laufen, jetzt sitzen wir hier alle gemeinsam auf einer Etage. Wenn es was bei unseren Kollegen in Hamburg zu erledigen gibt, dann fahren wir da eben mal eben hin, trotz "Risikogebiet". Unseren Außendienstmitarbeiter durften im Frühjahr kein Geschäft betreten, nun ist das völlig egal. Ich glaube die Tätigkeiten FÜR die Wirtschaft werden eben nicht auf ein Mindestmaß reduziert, obwohl es sogar in meinem Fall durch einfaches Homeoffice möglich wäre, fahre ich täglich ins Büro. Und so ist es eben im Fußball (natürlich durch Auslandsreisen extremer) auch. Was auf ein Mindestmaß reduziert werden wird, ist unsere Freizeit Gestaltung.

    Das sehe ich absolut nicht so. Wenn die Unternehmen sich nicht an Vorgaben halten, dann täte ihnen ein Lockdown vielleicht ganz gut um sich wieder zu erden. Jede (sinnvolle und machbare) Vorsicht über Bord zu werfen nur weil Arbeit ja ach so wichtig ist und dann noch zu fordern, dass die Menschen doch bitte einfach ihre Freizeitgestaltung einschränken mögen - wie krank ist das? Versteht sich von selbst, dass man eben nicht auf irgendwelchen Partys mit 100 Leuten rumhängt und sich eben nicht bis zur Bewusstlosigkeit mit 1000 anderen Leuten durch die Shopping Malls drängelt. Aber das Privatleben und die Familie, also auch das persönliche Ausleben von (an die Umstände angepasster) Freizeit, ist eines der Güter, die es am meisten Wert sind sie zu verteidigen. Sonst laufen hier bald nur noch seelenlose Zombies rum (mehr als sonst schon). Und ein Fehlverhalten mit dem anderen zu begründen, davon halte ich sowieso nichts. Fußball in dieser Ausgestaltung ist schon ohne Corona (meiner Meinung nach) überflüssig, die Seele des Fußballs wird seit Jahren ruiniert. Mit Corona ist das nochmal einen Zacken schärfer. Hier gibt es eine Verantwortung für die Gesellschaft.

    Fußball ja, so lange es irgendwie vertretbar ist. Aber für mein Dafürhalten nicht in dieser Ausgestaltung (alle Wettbewerbe finden eng getaktet statt, zur Not auch im Hochrisikogebiet) und auch nicht um jeden Preis. Bin gespannt was Gnabrys Infektion für Auswirkungen hat auf das Spiel heute Abend. Spätestens wenn kein regulärer Wettbewerb mehr stattfindet weil beim supporteten Team 10 Spieler in Quarantäne sind ist das Geschrei groß. Ich finde das heuchlerisch.

    Hygienekonzepte für Fußballer...schön und gut. Man sieht ja, dass dieses Konzept nicht uneingeschränkt funktioniert und das Fußballer eben auch Menschen sind. Fußball ist natürlich Wirtschaft, so wie jeder andere Branche die Umsätze erwirtschaftet und Arbeitnehmer beschäftigt. Dennoch wird überall angemahnt bestimmte Tätigkeiten und Vorgänge auf ein Mindestmaß zu reduzieren (z.B. Reisen). Der Fußball erhält hier aus meiner Sicht genau die Sonderstellung, die vermieden werden sollte. Das geht schief.

    Wenn man sieht wie viele Spitzenfußballer generell mit Corona infiziert sind oder waren und vor dem Hintergrund wieder sehr stark steigender Fallzahlen in ganz Europa, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob es derzeit noch richtig ist solche Fußballspiele auszutragen. Ich denke nicht, dass die Saison fair und regulär beendet werden kann. Dass es jetzt eben einen Spieler (oder mehrere) von Bayern München trifft, ist nicht ausschlaggebend. Aber wenn man ehrlich ist, trägt der Fußball (vor allem der internationale) mit seinen Reisen und mit den (teils) zugelassenen Fans, zu einer Ausbreitung des Virus bei. Es ist an der Zeit alle internationalen Wettbewerbe abzusagen, Zuschauer komplett auszuschließen und wenns gut läuft die nationalen Wettbewerbe durchzuziehen. Ich fürchte dass wir ansonsten erst an der Stelle darüber nachdenken, wenn Spiele mangels verfügbaren Spielern abgesagt werden oder die Wettbewerbsverzerrung so groß ist, dass die Saison wieder unterbrochen werden muss. Der irre Spielplan tut sein übriges. Ich finde das im wahrsten Wortsinn krank und empfinde gerade ziemliche Abscheu für diese Gelddruckmaschine Fußball. Die nächsten Wochen wird es heikler werden. Überall wird verschärft werden, nicht gelockert. Der Fußball muss nicht so tun, als ginge ihn das nichts an.