Posts by eddiedean

    Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber wenn ein Gesprächspartener ein Gespräch mit dieser Floskel beginnt, ist es beendet.

    Sie haben diese Floskel nicht als Einstieg genommen, sondern sie mittendrin eingeflochten.


    Es mag nicht besonders fein sein und manches zarte Seelchen unangenehm berühren, aber es ist auch das, was ich mir oft denke, wenn ich mit unverschämten und fachlich völlig falschen Fragen oder gar Anschuldigungen konfrontiert werde.


    Dialogbereitschaft zeigen sie ja schon dadurch, dass sie SEHR detailliert Stellung nehmen. Das ist doch das, woraus man, wenn man denn möchte, Erkenntnisse ziehen kann.


    Das mit dem "direkt sprechen" funktioniert übrigens wirklich. Ich hatte da früher auch sehr große Scheu. Aber mit den Menschen kann man sprechen. Ganz manierlich, sofern man ihnen nicht sofort droht, sie aus der Kurve zu werfen oder in eine Zelle zu sperren.

    Geht mir auch zu sehr unter. Aber diese Spieler kassieren halt gutes Geld und müssen so ein paar Sachen halt aushalten können... Als würden die für den Verein stehen!

    Spieler und Trainerteam waren völlig zu Recht komplett angepisst, vor allem nach Stufe Zwei. Da tust du als Trainer und Spieler alles, um top vorbereitet da rein zu gehen, und dann wird dir deine Arbeit komplett zerstört. Geht gar nicht. Kann die alle gut verstehen.

    Vor allem ist eine totale Überhöhung. Samstag ging es um einen neuen Auswärts-Torrekord und nicht darum, das Vierte Reich zu verhindern.


    Ich weiß auch, auf welcher Seite ich stehe, sollte das mal soweit kommen. Aber deswegen verderbe ich in guten Zeiten niemandem die Freude an einem tollen Fußballspiel.

    Die Überhöhung kam aber von Streich himself. Ist das nun auch die Schuld der Ultras?

    https://suedkurve-muenchen.org…m-spruchband-in-sinsheim/


    Abseits einer gewissen Melodramatik und der für mich nicht nachvollziehbaren Rechtfertigung, warum man unbedingt genau die gleiche Wortwahl wie in Dortmund nutzen musste (das hätte man auch einfach eleganter lösen können!), empfinde ich das als durchaus ordentliche Stellungnahme.

    Muss man nicht teilen oder gut finden, aber zumindest gehen Sie sehr ausführlich auf eigentlich alle Kritikpunkte ein. Das war auch mal anders.


    Das hier fand ich besonders bemerkenswert und da stehe ich vollumfänglich dahinter:


    Nichtsdestotrotz gibt es noch ein paar Themen, zu denen wir uns nochmal ausführlicher äußern wollen.

    Zum einem wäre da das Thema Diskriminierung/Rassismus. Uns erschreckt es, wie eigentlich intelligente Menschen die Beleidigung eines reichen Mäzens als Diskriminierung auslegen wollen. Weder ist Dietmar Hopp Teil einer benachteiligten Minderheit, noch erfährt er eine nachteilige Behandlung aufgrund Ethnie, Religion, Herkunft, Sprache, Äußerem, Abstammung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter oder Behinderung. Er wird beleidigt, nicht mehr und nicht weniger.

    Manch einer geht noch weiter und stellt unser Verhalten auf dieselbe Stufe wie Rassismus oder gar in eine Linie mit dem Anschlag von Hanau.

    Hierzu bleibt uns nur eins zu sagen: Fickt euch! Während die meisten von euch sich nicht um Rassismus, Sexismus und Homophobie geschert haben, kämpfen wir seit Jahren aktiv für eine diskriminierungsfreie Kurve, Stadt und Gesellschaft. Jetzt zu behaupten, wir hätten das gleiche Mindset wie jemand, der aus rassistischen Motiven wahllos Menschen tötet, macht uns sprachlos.

    Damit sind nicht nur irgendwelche Idioten in Social Media gemeint, sondern auch ganz bewusst Journalisten und Funktionäre unseres und anderer Vereine, inklusive Hansi Flick und Everybody‘s Darling Christian Streich, die sich am Samstag mit Aussagen hervorgetan haben, für die uns nur ein Kopfschütteln bleibt. Wenn Streich seinen eigentlich sinnvollen gesellschaftlichen Appell in eine Reihe mit den Spruchbändern in den Stadien am Wochenende stellt, redet er einfach an der Sache vorbei. Wenn die Zeiten der Weimarer Republik wirklich wiederkommen sollten, wissen wir auf welcher Seite wir stehen.

    Auch der DFB-Präsident durfte sich, ohne kritische Nachfragen, am Samstag im ZDF – Sportstudio äußern und Deutschland den tollen 3-Stufen-Plan erklären und dabei munter mit ähnlichen Aussagen um sich schmeißen, wobei Herr Keller vor allem offenbarte, dass er von Rassismus in Deutschland keine Ahnung hat.

    Das Verhalten des DFB ist sowieso an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Wann in den letzten Jahrzehnten hat sich der DFB jemals so entschieden gegen eine Sache gestellt wie gegen die Beleidigung seines Premium-Partners?

    Wir sparen uns die zur Genüge genannten Beispiele, wo das nicht der Fall war. Alleine die Tatsache, dass am Freitag noch ein Treffen mit DFB/DFL in Frankfurt stattgefunden hat, um den 3-Stufen-Plan explizit auf Schmähungen gegen Dietmar Hopp auszudehnen, sagt alles. Nachdem er ja eigentlich schon eine Weile existiert, hätte er ja auch öfter angewandt werden können (z.B. bei den rassistischen Äußerungen gegen Torunarigha). Das erste Mal flächendeckend zum Einsatz kam er aber erst am vergangenen Wochenende. Unsere Schlussfolgerung daraus: Wer genug Geld bezahlt, der wird geschützt, diejenigen, die es nötig hätten, nicht.

    Der DFB wird seit Jahren seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht und versteckt sich hinter Kampagnen und Plänen. Aber Hauptsache es ist genug Geld da, um sich die eigenen Taschen voll zu machen und wehe einer aus ihrem Klüngel wird attackiert.

    Mag ja alles richtig sein und dennoch ist meine Meinung dazu: Ja und?

    Ich kann da nicht mit einem "ja und" leben. Ich lasse mich nämlich nicht gerne für dumm verkaufen. Wenn sie die Geschichte in Hoffenheim so erzählen wollen, gerne - aber ich muss es ja nicht so fressen wie es serviert wird...


    Mir persönlich geht es da auch schon lange nicht mehr um die Entwicklung im modernen Fußball oder diese aufzuhalten oder so. Das haben wir alle nicht in der Hand. Aber man muss sich bei dieser Entwicklung ja nicht auch noch behumpsen lassen, oder?

    Und was die Schallkanone anbelangt, ja, danke, ich kann mich an die Nummer mit dem "Hausmeister" erinnern, aber ich denke es gibt aktuelle Beschwerden? Ernsthaft, u.a. wegen der Sache von 2011 wird 9 Jahre später noch die Welle gemacht?

    Wenn du auf Ursachenforschung für den Konflikt zwischen Hopp und der Ultraszene gehen willst, gehört die Geschichte sogar unbedingt dazu. Denn das stellt in Form eines tatsächlichen physischen Angriffs eine komplett neue Stufe dar.

    Stell dir mal vor, Ultras hätten Hopp mit einer Schallkanone angegriffen...


    Man beklagt sich völlig zu Recht über die Eskalation in der Wortwahl und bei der Darstellung von Hakenkreuzen. Ein Angriff auf die Gesundheit war aber schon damals (eigentlich) eine ganz andere Nummer.


    Mein Hinweis auf die Verfahren wegen Körperverletzung sollte keine Diskussion darüber entfachen, sondern nur darstellen, dass Fußballfans nicht immer die besten Karten haben, wenn es um Strafverfolgung geht und sie das Opfer sind.

    der_am_rhein_wohnt , du musst da nicht zweifeln. Hoffenheim hat die Aktion sogar zugegeben, aber einen Sündenbock dafür gefunden, so dass sich das im Sande verlief:


    https://www.sueddeutsche.de/sp…ern-ins-stadion-1.1132942


    Wenn du aber die Frage stellst, warum stellst du sie hier? Geh am Spieltag zum Bauwagen. Oder gleich vor 112/113. Frag die Leute doch. Frag dann auch gleich, wie die aktuellen Verfahren wegen Körperverletzung gegen die spanische und griechische Polizei denn so laufen...

    natürlich kann man Hopp kritisieren..
    zB "Hopp... mir gefällt Dein Hoffenheim Modell nicht".. das ist Kritik.. und fertig.. völlig von der freien Meinungsäusserung geschützt
    ABER
    Fadenkreuz und H*r*ns*hn ist eine ganz klare Beleidigung und im ersten Falle evtl. sogar Aufforderung zu einer schweren Straftat..
    und das geht gar nicht !!!

    Darum ging es doch gerade gar nicht...

    Soll ich jetzt als Signatur oder standardmäßig als Disclaimer einfügen, was an der Aktion am Samstag alles scheiße war? Hab ich doch oft genug geschrieben.


    Es ging aber gerade darum, dass eine andere Userin Hopp als nicht zu kritisieren hinstellte. Was gibt ihm diese Sonderstellung?

    Ich verlagere das mal hier hin:


    https://neunzigplus.de/spotlig…proteste-neue-tiefpunkte/


    Durchaus lesenswert. Ich gehe da in weiten Teilen mit. Die Meinung zum Fadenkreuz auf Plakaten teile ich aber ausdrücklich nicht - das ist in diesen Zeiten nicht nur schlicht unnötig, sondern auch geschmacklos, empathielos und gefährlich in der Kommunikation. Niemand bricht sich einen Zacken aus der Krone, wenn er sich an die gesellschaftliche Entwicklung anpasst und das einfach weg lässt.


    Das Ding von den Schalkern mit dem Dortmund-Attentäter wusste ich gar nicht. DAS wäre mal einen Skandal wert gewesen...




    Nachspielzeit | Gestern Nachmittag spielte sich in der Bundesliga Denkwürdiges ab. Doch nicht nur die Fans fielen mit einem Fehlverhalten auf.

    Um direkt zu Beginn einmal den Elefanten im Raum anzusprechen, sei klar gesagt, dass die Beleidigungen von Dietmar Hopp nicht in Ordnung sind. Es geht in diesem Text nicht darum, diese zu rechtfertigen. Dennoch ist eine kritische Einordnung der gestrigen Vorgänge vonnöten.

    Doppelmoral Galore

    Der Streit zwischen Ultragruppierungen und Dietmar Hopp hat am gestrigen Samstag eine neue Eskalationsstufe erreicht. Auf mehreren Plätzen kam es zu Schmähungen des Milliardärs. In Köln sowie in Dortmund wurde daraufhin kurz das Spiel unterbrochen, in Sinsheim ging es sogar noch weiter. Nachdem Bayernfans zweimal Banner mit der Beleidigung “Hurensohn” in Richtung des Mäzen entrollten, war Stufe 2 des Dreistufenplans der UEFA eingeleitet worden, die Mannschaften verließen kurzzeitig den Platz. Nach Rückkehr auf das Geläuf der Arena wurde bis zum Abpfiff in einer “solidarischen Aktion” das Fußballspielen eingestellt. Der angegriffene Hopp stand zu diesem Zeitpunkt Arm in Arm mit Karl-Heinz Rummenigge am Spielfeldrand und wurde beklatscht.


    Eine Situation, die man einordnen muss. Natürlich ist es nicht in Ordnung, Hopp zu beleidigen. Und wenn der DFB und die Vereinsfunktionäre in anderen Fällen ähnlich gehandelt hätten, gäbe es weniger an den Vorgängen auszusetzen. Doch die Ignoranz des Verbandes gegenüber vorheriger Ausfälle im Stadion lässt kaum ein anderes Gefühl zu, als dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Wenn Spieler rassistisch angegangen werden, wie gerade in den vergangenen Wochen immer wieder geschehen, bleibt eine solche Reaktion aus – von dem kompletten Hinnehmen von homophoben und sexistischen Bannern ganz zu schweigen. Timo Werner wurde oftmals als “Hurensohn” bezeichnet, übrigens auch in Hoffenheim: Also eine Einzelperson, die mit dem selben Wort angegangen wird. Eine auch nur ansatzweise vergleichbare Reaktion fiel dazu aus. Man wolle gegen den Hass vorgehen, könne diesen nicht mehr akzeptieren, hieß es im Nachgang des gestrigen Spiels. Als Schalker Fans per Plakat Freiheit für den BVB-Attentäter Sergej W. forderten, blieb eine Bestrafung aus.

    Moralisch flexibel

    Man ist also beim DFB zumindest moralisch flexibel, was Beleidigungen und geschmacklose Banner angeht. Vorausgesetzt natürlich, es geht nicht um den Premium-Sponsor des eigenen Verbandes. Dieser schale Geschmack ist unlösbar mit der gestrigen Reaktion und den nachfolgenden Aussagen verbunden. Weil man es immer wieder verfehlt hat, ein Zeichen zu setzen für die, welche genauso oder sogar mehr Schutz benötigen.



    Manche hoffen nun darauf, dass wenigstens ab jetzt auch bei den anderen genannten Fällen rigoros vorgegangen wird. Ein frommer Wunsch, der aber aufgrund der Vergangenheit doch sehr blauäugig erscheint. Und selbst wenn dies der Startschuss für einen anderen Umgang mit Beleidigungen während eines Spiels ist, bleibt der Eindruck, dass der DFB nur handeln wird, weil er muss und nicht weil er wollte. Wie sich Torunarigha, Werner und Co. wohl dabei fühlen?

    Ähnlich allein gelassen, wie der Verband, haben auch die Vereinsfunktionäre diese angegriffenen Spieler und Minderheiten. Dietmar Hopps Hoffenheim selber fiel hier genauso negativ auf, wie jede andere Fan-Szene. Doch Rummenigge äußerte sich beispielsweise nicht zum Fall Torunarigha. Wirklich angefasst wirkte er in den nächsten Tagen auch nicht. Dies stellte sich ganz anders dar, als er gestern von einem absoluten Schamgefühl und einer Schande sprach.

    Die Reisen nach Katar werden für ihn selbstverständlich weiter auf dem Plan stehen. Der Fußball ist kein moralisches Geschäft und in weiten Teilen hat man dies zumindest stillschweigend akzeptiert oder nimmt es in Kauf. Doch was in den letzten Tagen an Doppelmoral über dem geneigten Zuschauer ausgegossen wurde, übertrifft das Maß des Erträglichen. Wenn Fritz Keller von einem neuen Tiefpunkt spricht, dann kann er wirklich nicht viel im Fußball gesehen haben, bis jetzt.


    Nicht hinterfragt

    Doch nicht nur bei den Funktionären und bei den Ultras wurde sich gestern nicht mit Ruhm bekleckert. Die Berichterstattung war, gelinde gesagt, in Teilen eine Frechheit. Bei Sky sprach man im Nachgang ebenfalls von einem neuen Tiefpunkt. Man meinte natürlich die Beleidigungen und nicht den Fußballjournalismus in Deutschland, hätte aber auch damit recht gehabt. Denn was große Teile der Medienlandschaft gestern lieferten, hatte mit Journalismus nichts zu tun. Jegliche Äußerungen von Rummenigge, Fritz Keller, Max Eberl und Co. wurden einfach so hingenommen, sie wurden gar nicht sachlich eingeordnet. Man ließ die Narrative des DFB nicht nur nicht hinterfragt stehen, man befeuerte sie sogar selber noch. Sei es durch den angesprochenen “Tiefpunkt” oder durch Quervergleiche des Kommentators zur Geschichte, aus der man doch lernen müsse, wohin Hass führe. Die ganz schweren Geschütze.

    Nach dem Spiel wird ein Interview mit einem Angestellten Hoffenheims gezeigt, der lang und breit erklärt, was für ein feiner Kerl Dietmar Hopp ist. Die Verflechtung des Gelobten in den eigenen Verein und damit auch in das Gehalt des Interviewten werden mit keinem Wort erwähnt. Es folgt auch keine Erwähnung von Arbeitnehmerbeschwerden gegen Hopp, auch nicht als Rummenigge den SAP-Gründer als “feinen Ehrenmann” bezeichnet.

    Ähnliches ereignete sich dann im Sportstudio auf dem ZDF. Keller spricht als DFB-Präsident ebenfalls vom neuen Tiefpunkt im Fußball. Ein Nachfragen, ob es da nicht andere Tiefpunkte gab, bleibt aus. Sah man gestern “Alle Spiele, alle Tore” auf Sky hatte man das Gefühl eines Brennpunktes. Niemand unternahm den Versuch, die gefühlte Staatstrauer mit so etwas wie investigativem Vorgehen zu durchbrechen.

    Unerträgliche Quervergleiche

    Noch schlimmer als diese unwidersprochenen Aussagen zum Tiefpunkt ist allerdings, dass man in der Berichterstattung ein Framing zulässt, welches nicht nur geschmacklos, sondern sogar gefährlich ist. Schon letzte Woche startete Max Eberl mit einem direkten Bezug des Fadenkreuz-Plakates zu dem rassistischen Anschlag in Hanau diese Farce. Man sollte als vernunftbegabter Mensch einschätzen können, dass dieses Plakat nicht als Aufruf zum Mord zu verstehen ist.

    Die Form mag unangebracht sein, aber die Aussage wirkt simpel: “Wir haben dich im Blick, wir lassen dir nicht alles durchgehen.” Wer das mit einem Anschlag gleichsetzt, der aufgrund eines Rechtsextremisten Menschen das Leben kostete, der wird diesen Opfern nicht nur nicht gerecht, er beschmutzt ihr Andenken. Doch Eberl ist nur eine der Personen, die den Vergleich weiter zulassen und befeuern.


    Zumindest implizit wird das Framing des Fanprotestes gegen Hopp als ähnlich schlimm, wie ein Mordanschlag munter weitergetrieben. So sei es “gerade in Zeiten wie diesen” besonders wichtig gegen die Banner vorzugehen. Es ist ein einziges Ärgernis, dass Journalisten hier nicht nachhaken. Vielleicht sind Eberl, Rummenigge, Keller und Co. wirklich so von sich selbst besoffen, dass sich die Beleidigung des Kollegen Dietmar Hopp für sie anfühlt, als wäre ein Vergleich mit einem rassistischem Mord angebracht, was das über die Entfernung dieser Funktionäre zum wirklichen Leben und zu ihren eigenen Moralvorstellungen aussagt, dies muss jeder selber entscheiden.

    Eine journalistische Berichterstattung hingegen hätte die Pflicht eine Ausgewogenheit des Diskurses zu gewährleisten, ein solches Framing deutlich anzusprechen und zu rekonstruieren. Hintergründe zu liefern, wenn Aussagen in Interviews getätigt werden; kritisch zu sein, nachzufragen. Dies geschah nicht. Und das ist wirklich ein neuer Tiefpunkt. Übrigens sollte man deshalb auch noch einmal genau darüber nachdenken, ob es wirklich wünschenswert ist, dass alle Ultras aus den Stadien verschwinden. Denn im Gegensatz zum Fußballjournalismus sind diese Fans kritisch, machen auf Missstände aufmerksam und sind das Korrektiv, was man leider woanders nicht sein möchte.