Posts by suedstern80

    Naja so neu ist das ja nicht. Wer erfolgreich, vermögend, gutaussehend UND sympatisch ist hatte es nach einer kurzen Jubelphase doch schon immer schwer bei uns. Gerade in Deutschland scheinen viele da ganz große Komplexe irgendwo tief drinnen zu haben.und so müssen solche Leute früher oder später fast zwangsläufig öffentlich in den Dreck gezogen werden.


    Akzeptiert werden nur so Leute wie Bohlen, die Geissens oder Jürgen Klopp...die haben zwar auch Geld, aber sind prollig genug das sich die dumpfe Masse trotzdem mit ihnen identifizieren kann.


    Pep's Glück ist bislang das spanische Dörfer prinzipiell eher kein Informationsquell für Außenstehende sind und für die Medien schon garnicht. Zudem wird man dort vor lauter Stolz, wenn überhaupt, nur Gutes über ihn berichten. Käme er aus Ludwigshafen oder Frankfurt/Oder hätte man schon längst alte Schulfreunde, Ex-Freundinnen, Hausmeister, etc. vor die Kamera gezerrt um endlich irgendwelche Schandflecken zu finden.


    Nachdem der sportliche Knick nach Triple-Jupp bislang ausgeblieben ist, die Spieler nicht öffentlich gegen sein System rebellieren und Pep sich durch seine Phrasen-Interviews bislang kaum angreifbar macht, muss man halt immer wieder die handvoll Typen rauskramen die was negatives zu berichten haben: Ibrahimovic und Mourinho.


    Das die Medienlandschaft einen als denkenden Menschen zunehmend anwidert dürfte außer Frage stehen...

    Eine Frage die mich schon länger beschäftigt: Gab es eigentlich mal irgendwo Infos darüber ob die Beteiligungen von adidas und Audi, nachdem die AllianzArena ja in absehbarer Zeit abbezahlt sein wird, von der AG zurückgekauft werden sollen?


    Anders gefragt: Dienten die Anteilsverkäufe nur dazu schnell frisches Geld zu kriegen und den normalen Etat mit den Arena-Raten nicht zu gefährden oder sind diese Partnerschaften auch darüber hinaus weiter angedacht?

    Ob rot oder nicht sei mal dahingestellt, bei so einem Drecksack wie Diego kann ich es sogar noch irgendwo verstehen das man irgendwann so reagiert, aber das Schweinsteiger jetzt in den Medien als "Rüpel" hingestellt wird zeigt dann doch nur wieder die üblichen Mechanismen. Immer schön draufhauen auf diejenigen die eh gerade nicht so gut drauf sind, bei einem Bayern-Spieler mit doppelter Wonne...

    Damit ist das nächste Bauernopfer für den "netten" Herrn Ismaik ja gefunden. Als nächstes dürfte es dann spätestens nach der Winterpause Herrn Hinterberger erwischen wenn die Möwen wieder 10 Punkte Rückstand angesammelt haben.


    Das ist schon ein Kasperletheater...die damals nicht kaputtgehen zu lassen wird wohl als Ulis größter Fehler in die Historie eingehen.

    Wäre natürlich so ein Ewigkeitsrekord, aber auch wenn er langsam in Sichtweite kommt wird es gefühlt mit jedem Spiel schwerer. In LEV hängen die Trauben aktuell ziemlich hoch und vor allem wenn man dann hinterher 1-2 Spiele vor dem Rekord steht und die Medien das richtig aufgreifen kann sowas auch irgendwann lähmend wirken.


    Kann man wirklich nur von Spiel zu Spiel denken und schauen wie weit man am Ende kommt...

    Du bist wohl sehr behütet aufgewachsen wenn das für dich schon eine "Brandrede" war...ich hatte mal ne sechs in Mathe, da war das Statement von Sammer aber Engelsgesang gegen die "Brandrede" meiner Eltern und wenn ich so an Rudi Völler, Trap, Kahn und Co. denke bin ich sicher das es da noch einige Steigerungsstufen bei Matthias Sammer gibt.

    Kann und wird das Unvermeidliche aber bestenfalls 12 weitere Monate hinauszögern. Wenn man sich das ganze Projekt näher anschaut sieht man schnell das man die nicht dauerhaft unten halten kann. Hochprofessionell auf allen Ebenen...so traurig es ist, da können sich viele Traditionsvereine ne Scheibe von abschneiden...vor allem die mit traditionell schlechtem Management.

    Ist schon lange her, aber ist Herzog nicht in erster Linie am Umfeld gescheitert damals? Die Medien hatten ihn von Anfang an im Fokus und er geriet dann schnell in diese "schlechtes Spiel - schlechte Presse - schlechtes Selbstvertrauen - schlechtes Spiel"-Maschine. War halt, ähnlich wie Deisler (oder später auch Janssen), eher der ruhige Typ, der das Vertrauen des Trainers spüren musste. Das konnte Otto ihm nicht geben weil er selbst schnell in die Kritik geriet und die Erwartungen im Vorfeld maßlos überzogen waren. Bei Bremen war Herzog überragend in den Jahren zuvor.


    Ob die Transferstrategie aktuell perfekt ist mag ich nicht beurteilen. Aber besser als in den 90er- und 00er-Jahren ist sie mE auf jeden Fall...

    Ganz klar, eine gewisse fehlende Linie in diesen Jahren ist rückblickend schon erkennbar. Für seine Kritik am "fehlenden Konzept" bei den Transfers hat sich Lahm ja damals mächtig Ärger eingehandelt obwohl er völlig richtig lag.


    Gerade das was Dreydel beschreibt, das man erfolgreiche Trainer geholt hat und denen aber einfach eine Mannschaft hinstellte wo die teilweise nix mit anfangen konnten...da hätte man sich, trotz aller Erfolge, viel Ärger, Geld und FC-Hollywood-Attitüde sparen können über die Jahre. Entsprechend eindrucksvoll wurde man dann ja auch vom gewachsenen Konzeptfussball Barcas und Klopps abgewatscht.

    Wenn man das so liest fragt man sich schon ein wenig ob wir überhaupt mal Meister geworden sind in den letzten 20 Jahren... ;)


    Die Aufzählungen sind sicher weitgehend richtig, aber imA doch teilweise ziemlich aus dem Zusammenhang ihrer Zeit gerissen. Spieler wie Schlaudraff, Baumjohann, Wiesinger oder Hashemian waren ja allenfalls Ergänzungen und hatten im Jahr vor ihrem Wechsel zu uns in schwachen Kadern absolut auf sich aufmerksam gemacht. Keiner von denen war als Topstar für viel Geld gekommen.


    Wenn ich dann so Namen wie Herzog, Ismael oder Deisler lese muss man sich schon wundern. Das waren zu ihrer Zeit die absoluten Top-Spieler der Liga und völlig legitime Transfers. Herzog war für Rehhagel das was Thiago für Pep ist, das Herzstück seiner (neuen und alten) Mannschaft, Deisler galt als das Jahrhunderttalent schlechthin (war er auch), Ismael ein Top-IV usw. Das es aus den verschiedensten Gründen bei uns nicht so richtig geklappt hat, geschenkt, aber Kopfschütteln über den Transfer an sich ist da völlig Fehl am Platz.


    Auch wirft man hier die Flops von locker 15-20 Spielzeiten auf einen Haufen. Wenn man das mal auf die einzelnen Saisons verteilt und die großartigen Transfers dieser Zeit gegenüberstellt (mitsamt Aufstellung der Ablösesummen), dann sieht das doch deutlich positiver aus, vor allem im Vergleich zur Konkurrenz, wo jedes Jahr zig Spieler kommen und gehen von denen niemals jemand ernsthaft Notiz genommen hat.


    Man kann über die grundsätzliche Ausrichtung des FCB (vor allem in Sachen Transfers) in den letzten 30 Jahren sicher streiten. Wahrscheinlich hat man sich zu lange an der nationalen Dominanz ergötzt und ist international zu wenig Risiko gegangen. Andererseits ist man hinterher immer schlauer und diese eher konservative Vereinspolitik hat uns heute zum gesündesten Verein des Planeten (mit eigenen Mitteln) gemacht. Dafür hab ich auch gerne nen Ali Daei in der Historie stehen, zumal das für mich bis heute eher eine Marketingnummer mit Blick auf Trikotabsatz im Iran war und damit seiner Zeit weit voraus... ;)

    So und nicht anders dürfte man sowohl die Rolle Rafinhas als auch das aktuelle Lob über seine Leistungen deuten. Natürlich wird in den wichtigen Spielen wieder Lahm/Alaba unsere AV sein, aber es ist gut zu wissen das man so einen Backup hat.


    Bei allem Lob für Jupp konnte ich nie verstehen das er da in den letzten zwei Jahren so selten drauf zurückgegriffen hat. Lahm wirkte schon manches Mal müde gespielt...natürlich aus verständlichen Gründen...