Posts by morri

    Das ist richtig. Aber Thiago ist nunmal ein geiler Kicker! Das wird Goretzka nicht mehr. Dieses rein subjektive Urteil muss zum Jahresanfang nochmal verkündet werden!:P;)^^

    Die größte Herausforderung in den nächsten ist stets auf Platz 2 einzulaufen und die jungen Spieler zu ersetzen ohne dass man abstürzt. Liefern junge Spieler halt mal nicht, kannst du gar um den CL-Platz kämpfen.

    Es ist auf jeden Fall brenzlig für Dortmund. Normalerweise ist zumindest die CL-Pflicht, und das gibt der Kader auch locker her. Aber wenn sie die jetzt unter Corona-Bedingungen verpassen, glaube ich, dass der Kader noch schneller auseinander fällt und auch mit Talenten so nicht wieder bestückt werden kann - und dann wird es sehr schwer, da überhaupt wieder hin zu kommen. Leipzig hat durch den Brausekönig da auf jeden Fall mehr entgegenzusetzen - und ein Nagelsmann denkt nicht mal mehr über Dortmund nach.

    Ich glaube, dass Dortmund mit den jungen Talenten schon den Weg geht, der für sie auch sportlich noch am erfolgsversprechendsten ist. Sie sind nunmal kein europäischer Top-Club, der wirklich fertige Weltklassespieler verpflichten kann. Die Talente können sie zwar nicht halten, aber haben damit zumindest eine Menge Potential im Kader, das sie eigentlich garantiert in die CL bringen muss, was Einnahmen sichert. Hinzu kommen dann die oft sehr hohen Ablösen und eben auch die mediale Aufmerksamkeit, die die Marke größer macht, als sie sportlich ist.


    Ich sehe jedenfalls keinen realistischen Weg für Dortmund, um wirklich mit uns auf Augenhöhe zu sein. Wenn dort alles passt und bei uns wenig, kann mit den Haalands und Co. mal was gehen. Dafür darf man allerdings seiner Erwartungen in Sachen Führung auch nicht an Leute wie Reus (Zenit überschritten und eben selten fit), Can (völlig überschätzter Spieler) und Hummels (denkt mehr an sich, als ans Team) hängen.

    Das kann man doch überhaupt nicht vergleichen.


    Als TV-Experte und/oder Kolumnist wird Scholl nunmal dafür bezahlt, der Öffentlichkeit eine fachbasierte Meinung vorzugeben. Er wird dafür kritisiert und teilweise verachtet, dass er das in einer pubertären, respektlosen und nicht zuletzt oberflächlichen bzw unkonkreten Art tut, die jemandem, der als Trainer nun wirklich nichts zustande gebracht hat, nicht zusteht. Da sehe ich sogar lieber einen Matthäus, der immerhin jahrelang an der Seitenlinie bei teils obskuren Teams praktische Erfahrung gesammelt hat. Dafür war sich ein Scholl aber zu fein. Gegen solche Knaller bin ich allergisch, in England gibt es mit Gary Neville ja auch ein Exemplar.


    Das ist aber etwas völlig anderes als wir anonymisierte Fans, die über unser Lieblingshobby fachsimpeln.

    Abgesehen davon, dass ich Matthäus in Sachen Fußball (im Gegensatz zur deutschen Sprache;)) durchaus für Kompetent halte, bezieht der seinen "Mehrwert" auch nicht daraus, pseudowitzig Kollegen herabzuwürdigen. Mehr macht Scholl doch nicht, wobei ich mich wirklich frage, wie man sich in der Rolle so gefallen kann - als 50 jähriger...

    Also ich persönlich würde um einiges lieber angespuckt werden als mir die Nase brechen zu lassen:D

    Auch das kann jeder halten, wie er mag. Ich würde beides vermeiden wollen. Aber ins Gesicht spucken würde ich übler nehmen. Grade dieses direkt absichlich ins Gesicht macht es für mich aus!

    Also so ein bischen "Sprühregen" beim Sprechen sicher nicht, aber so ne volle Ladung mitten ins Gesicht ist dann schon eher schwer mit Zufall zu begründen.

    Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Natürlich war das Vorsatz von Thuram - und ich finde das eben schlimmer als beinahe alles Andere, was auf dem Fußballplatz passieren kann.

    Di Maria hat in Frankreich auch 4 Spiele Sperre für Spucken bekommen, genauso wie Kabak hier.

    Ehrlich gesagt wären mir sechs Spiele dann auch zuviel im Verhältnis, wenn man sieht das einige sogar ungeschoren davonkommen, wenn sie andere krankenhausreif treten.

    Ok, krankenhausreif mit Vorsatz kommt selten vor. Alles Andere ist eben Berufsrisiko.


    Grundsätzlich würde ich jemanden, der einem etwa das Nasenbein bricht weniger sperren, als jemanden, der einem ins Gesicht spuckt. Das mag zwar weniger folgenreich sein. Aber hier wäre der Hinweis auf die Würde des Menschen als höchstes Gut tatsächlich mal berechtigt!

    Gibt es eine Quelle dazu? Glaube ich sofort, habe aber nichts dergleichen mitbekommen.



    Was ist heute aus Sicht des BVB alle schiefgelaufen?

    Wirklich viel. Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt, aber kommen auch mit einem 1:1 in die Pause. Dann muss man klar sagen: Da legen wir die Tore reihenweise vor. 2:1, Ballverlust. 4:1, Ballverlust. 5:1, Ballverlust. Jeweils Ballverluste, die nicht passieren dürfen. Das 3:1 spielen sie auch noch richtig gut aus, das muss man auch zugeben. Stuttgart hat das hier hervorragend gemacht, wie die ganze Saison eigentlich schon. Sie hatten einen guten Plan, waren aggressiv, zielstrebig - und wir waren das nicht.


    Sie haben gesagt, dass wenn Sie einen Spirit wie der FC Bayern an den Tag legen, könne die Mannschaft viel erreichen. Fehlt das dem Team?


    Es ist auf jeden Fall ein Teil des Ganzen, definitiv. Ich denke, da geht es um viele Dinge. Es geht natürlich auch um geistige Frische. Es geht auch darum, Automatismen im Spiel zu haben, konzentriert zu sein und sinnvollen Fußball zu spielen. Sinnvoll heißt: Risiko da, wo es angebracht ist, und Risiko da, wo es einen Ertrag bringt. Wir spielen leider nur Risiko in Räumen, in denen der Ertrag - wenn es klappt - klein ist. Oft können wir es kaschieren durch individuelle Klasse. Heute ging das gnadenlos schief. Heute haben wir uns im Minutentakt ins eigene Fleisch geschnitten - und dann kommt eben so ein Spiel dabei heraus.

    Wenn man da überhaupt zu einem anderen Ergebnis kommt, wenn ein Trainer alles gewinnt, was er in dem Jahr gewinnen konnte, dann macht die Wahl doch wirklich keinen Sinn. Insofern hat es auch wenig mit Größe zu tun, einzugestehen, dass Flick es sicher mehr verdient hat. Alles Andere wäre unanständig!

    Weil er als Kind unser Trikot nur bedingt freiwillig trug, und sich heuer beim Laufen lieber das vom BVB nassschwitzt, wird sich über ihn aufgeregt? Ernsthaft? Eventuell ist man in Hamburg ja mit dem Ding auch sicherer unterwegs?!;)

    Ich glaube nicht, dass noch jemand überrascht ist, dass der FC Bayern nicht sein Verein ist - um es milde auszudrücken. Die Frage ist, ob man das öffentlich so verkaufen muss.

    Der Europameister von 1996, der vor seinem Wechsel zu den Bayern sechs Jahre lang beim BVB gekickt hatte, stellte auch im bayrischen Fanlager eine andere Mentalität fest. "Bei Bayern hieß es gewinnen, gewinnen, gewinnen. In Dortmund war es familiärer. Im Ruhrpott wollen die Fans, dass du alles gibst und malochst - dann verzeihen sie dir auch Fehler. Das war bei Bayern anders."


    Helmer musste Bayern-Trikot tragen

    Der ehemalige Innenverteidiger verriet zudem, dass er bereits in Kindheitstagen das Trikot des Rekordmeisters anhatte, wenn auch nur bedingt freiwillig.

    "Meine Mutter war und ist immer noch totaler Bayern-Fan. Sie hat auf viele Dinge verzichtet, um mir als kleinem Jungen immer das neue Bayern-Trikot kaufen zu können. Das musste ich dann auch anziehen. (…) Wenn ich heute in Hamburg laufen gehen, habe ich meistens das BVB-Trikot an."


    https://www.sport1.de/fussball…bayern-fast-hinschmeissen



    ...und ich musste es ertragen...

    noch so eine Aussage die man für immer in die Kabine hängen sollte


    Ich habe Verständnis für vieles – aber vor allem bei einem Punkt gibt es bei mir eine klare Grenze: Es geht immer um die Qualität. Wenn ich nicht permanent für den Extrameter bereit bin, habe ich beim FC Bayern nichts zu suchen. Und ich habe kein Verständnis dafür, wenn das jemand nicht begreift. Wir brauchen hier keinen Spieler, der immer nur so hoch springt, wie er springen muss. Die Einstellung muss sein, sich jeden Tag verbessern zu wollen. Aber genau das sehe ich in dieser Mannschaft bei jeder Kleinigkeit: Schon beim Fußballtennis im Training will keiner verlieren. Ich finde, Wettkampfhärte ist ein schöner Begriff, wenn man über diese Mannschaft spricht. Unsere Spieler sind da, wenn sie da sein müssen. Jeder bei uns weiß: Ich bin hier beim FC Bayern, ich arbeite beim FC Bayern, da geht es ums Gewinnen, um Meisterschaften, um Titel. Es wird viel verlangt, du musst immer bereit sein.

    Gänsehaut!

    Bei allen Vorbehalten gegen RB muss ich allerdings anerkennen, dass die Strategie vom Brausekönig schon sehr gut durchdacht ist.

    Amen! Möge sich diese Erkenntnis endlich auf Dauer im Verein einpflanzen! Danke Hansi, einmalmehr!

    Manche scheinen ja auch das Gefühl zu haben, ein Verein sei kein Konstrukt, sondern etwas Gottgegebenes oder organisch Gewachsenes.


    Das war doch noch der echte Fussball, als es keiner Vereine und eingetragener Gründungsjahre bedurfte! Und auch noch keine Bälle aus Leder, da reichten ein paar zusammengeklebte Lumpen.

    Es lässt sich immer etwas finden, um andere Fans, Vereine, Konstrukte etc. schlecht zu reden bzw. sich selbst über die andern zu heben. Wem es damit besser geht, soll es gerne machen, viel Sinn sehe zumindest ich persönlich nicht darin.


    dreydel hat es m.E. schon richtig dargestellt. Der FC Bayern München hat doch mit dem Verein, der er mal war, rein gar nichts mehr zu tun. Verein, AG oder was auch immer ist bloss eine juristische Hülle, ein abstraktes Konstrukt, wenn man so will. Entscheidend ist doch bloss der Inhalt.

    Tja eben. Der „Inhalt“ der „Konstrukte“ ist entscheidend. Das ist aber mehr für mich, als das heutige Event, sondern die gesamte Geschichte. Für mich gibt das dem Ganzen erst die Seele, die es für mich wertvoll macht!


    Ich will mich dabei gar nicht über Eventfans stellen. Ich glaube aber, dass diese beliebig austauschbar sind und wir bzgl. Fußball ein Stück weit in verschiedenen Welten leben.


    Mir persönlich sind die Wurzeln des Vereins sehr wichtig für meine Art „Bayern-Fan“ zu sein. Deshalb bin ich den Leuten von der SM zum Beispiel sehr dankbar dafür, welche Arbeit sie leisten, damit diese von den heutigen Verantwortlichen bewusster gelebt werden müssen, und hoffentlich nie vergessen werden, auch wenn das Unternehmen dem Verein sicherlich mehr und mehr entrückt.

    Nach meiner Auffassung wurde das bereits deutlich, bei seinen legendären Sport-Studio Auftritt, kurz nachdem Hoffenheim erstklassig wurde. Man kann zu den Anfeindungen und Beschimpfungen stehen wie man will. Aber das der Umgang im Fußballstadion traditionell ein rauer ist, aber früher noch wesentlich rauer war, ist nunmal eine Tatsache. Hopp passt da vielleicht besser zum Tennis.

    Und wir sind mittlerweile kein Konstrukt? Bezogen auf die Herrenabteilung im Fußball? Wir machen im Normalfall 700-800 Millionen Umsatz und haben 300.000 Mitglieder auf der ganzen Welt, von denen am Ende niemand außerhalb der Region München Einfluss nehmen kann. Das hat doch mit einem handelsüblichen Verein, der aus Leuten aus dem lokalen Umfeld besteht, rein gar nichts mehr zu tun. Wir haben Vorstände und Aufsichtsräte aus Milliarden schweren Unternehmen und orientieren uns zunehmend am internationalen Markt.


    Wir, Dortmund oder nahezu jeder andere Erstligaklub sind nicht weniger ein Konstrukt, nur weil wir noch das e.V. im Wappen tragen.

    Naja, sicherlich sind es eben heute alles mehr Unternehmen als Vereine, was ja auch von vielen bedauert wird. Aber es geht doch bei der Frage nach "Traditionsvereinen" eben um deren Wurzeln. Menschen, die sich tiefer mit dem Fußball als "Kultur" auseinandersetzen, sehen dabei eben nicht nur das heutige Event.


    Das "Konstrukt", was etwa bei RB beschrieben wird, weicht eben deshalb von den anderen Vereinen bzw. Unternehmen ab, weil hier nicht ein Unternehmen einen Verein sponsert, um Profifußball zu bezahlen, sondern es wurde ein Verein gegründet, bzw. übernommen, damit dieser als Projektionsfläche für das Produkt steht. Der eigentliche Verein hat davon aber gar nichts, im Gegenteil gibt es ihn eigentlich gar nicht mehr.


    Ich würde RB da eben auch nicht mit Hoffenheim in einen Topf werfen. Denen fehlt die Fanbasis im Vergleich zu den großen "Traditionsvereinen", weil sie unnatürlich schnell in den Profifußball reingewachsen sind, eigentlich aber ein Dorfverein bleiben. Ich werfe Hopp sein Engagement da auch nicht vor. Dass Problem für mich ist, dass er ein Typ ist, der dafür gefeiert werden möchte und er sich darauf fußend einbildet, er hätte irgendwie das Recht erworben, den Fußball nach seinem Geschmack zu verändern.

    Hier werden mal wieder völlig verschiedene Herangehensweisen und Gefühlswelten zum Thema Fußball deutlich. Aber genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich eben der Moderne Fußball. Rein wirtschaftlich kann Fußball als Event zumindest vordergründig auch ohne aktive Fans gut leben und die dahinter stehenden Unternehmen haben es noch leichter, wenn sie diese kritischen Geister entsorgt haben.


    Dass der Brausekönig nicht nur mit Geld um sich schmeißt, sondern zum Wohle seines Produktes auch darauf achtet, sportlich mehr als konkurrenzfähig zu sein, kann man nicht bestreiten. Die Arbeit die sportlich geleistet wird ist sicherlich beispielgebend - und das liegt eben nicht nur am Geld, das dahinter steckt.


    Das ändert für mich aber nichts daran, dass das Ganze ein Konstrukt ist, das es überhaupt nur gibt - eben auch nicht zufällig im vom Spitzenfußball ausgehungerten Osten -, um das Unternehmen vom Brausekönig zu Promoten. So fehlt es diesem Verein einfach an der Seele, die Fußballvereine wie Schlacke selbst in der Kreisklasse noch hätten - entsprechende Fanbasis inklusive - und die eben aus einer Zeit kommt, wo es noch mitgliedergeführte Sportvereine waren. Das war RB zu keiner Zeit und wird es nie sein.


    Deswegen kann man sich als Fan eben auch an Schlacke und dessen Fans reiben, während RB sportlich sicherlich die größere Konkurrenz ist, aber deren Meisterschaft wäre in etwa so interessant wie die vom VfL Wolfsburg. Ungeachtet dessen, dass Leipzig natürlich schon wegen der Größe der Stadt ein größeres Umfeld hat. Grade gemessen daran, verbunden mit den schon beachtlichen Erfolgen, ist die Resonanz meines Erachtens aber eher mau. Das sähe wohl völlig anders aus, ginge es hier um LOK oder Chemie Leipzig.