Posts by brazzo2413


    1.
    Hier ist niemand in einem Prozess, in dem er etwas beweisen müsste. Dir wurde mehrfach gesagt, dass in der PN nicht "abgeworben" wurde, wie es BIH behauptet hat, sondern lediglich eingeladen, sich das andere Forum mal anzusehen. Ob du das glaubst oder nicht, ist deine Sache.


    2.
    Der Vergleich hinkt gewaltig. Das Fanclub Forum ist keine Konkurrenz für das hiesige Forum. Es ist lediglich ein ergänzendes Angebot. Beim FC Bayern käme auch niemand auf die Idee, Fanclubs als Konkurrenz zum e. V. zu betrachten und bei der Lufthansa niemand, wenn jemand einen Lufthansa Fanclub gründet und die Mitarbeiter einlädt, im Forum des Fanclubs mal vorbeizuschauen.


    3.
    Wenn du einem Mandanten raten würdest, auf solch einer Grundlage eine "Milliardenklage" anzustrengen, wird sich deine Berufshaftpflicht freuen.


    Und jetzt kannst du dich gerne weiter scheckig lachen.

    @STL


    Ganz offensichtlich kannst du vom Spiel nicht viel gesehen haben. Was du da beschreibst stimmt nicht mal in Ansätzen mit dem Spiel von Samstag überein.

    @eddiedean


    Während Müller in der Regel nur im Zwischenlinienraum zu finden war, wo er sich meist auf Lücke positionierte oder von wo aus er in die Spitze schob, um Lewandowskis Zurückfallen im Aufbau mit einer gegengleichen Bewegung zu beantworten und die gegnerische Abwehrkette zu belegen, startete Tolisso seine Aktionen zumeist aus dem Zwischenlinienraum, beschränkte sich aber nicht auf diesen. Der Franzose bewegte sich nämlich relativ frei und weiträumig: Er positionierte sich entweder auf Lücke, rochierte zum Flügel oder unterstützte den Aufbau im linken tiefen Halbraum, indem er aus dem Leverkusener Block heraus zurückfiel. Auf der rechten Seite agierte Robben als Flügelspieler zumeist klassisch breit, sein Gegenüber Gnabry rückte häufiger zur Mitte und in die letzte Linie ein, um dort Gegner zu binden, auf Lücke anspielbar zu sein oder den Flügel für Außenverteidiger Rafinha zu öffnen. Entsprechend kamen Linksverteidiger Rafinha und Rechtsverteidiger Kimmich leicht unterschiedliche Aufgaben zu: Beide fungierten entweder eingerückt als tiefe Spielmacher und Absicherung im Halbraum oder hatten anderweitige Support-Aufgaben. Während Rafinha sich dabei auf das Geben von Breite im zweiten und letzten Drittel oder nachstoßende Läufe beschränkte, rückte Kimmich auch häufiger vertikal im Halbraum nach vorne und vorderlief Robben im Stile eines Achters.


    Das ist das, worüber wir Samstag gerätselt haben

    Analyse von Spielverlagerung


    Bemerkenswerte Punkte:

    • Bayern agierte aus einer 4-1-4-1-Grundordnung mit hohen Ballbesitzanteilen und vielen Elementen des Positionsspiels.
    • Die Münchner kontrollierten die Partie über weite Strecken vor allem auch deshalb, weil es ihnen gelang den defensiven Umschaltmoment sehr sauber abzusichern und in der Regel sofortige Ballrückeroberungen nach Ballverlust zu erzielen

    Also die Kritiken für den Sieg Napolis im Auftaktspiel waren durchweg euphorisch.
    Alles was da anscheinend raucht ist der Vesuv. :D

    Waren sie doch 2016 hier nach dem 6:0 am ersten Spieltag gegen Bremen auch. Da wurde was davon schwadroniert, dass CA uns die Fesseln abgestreift hätte und so nen Dünnpfiff. Ende bekannt. Im Nachhinein ahnt man halt: es waren einfach nur die Reste des Stils, der vorher in vielen Jahren von guten Trainern mit modernen Methoden akribisch erarbeitet worden ist und den CA in der Vorbereitung noch nicht gänzlich durch sein völlig unzureichendes Training verschüttet hat.


    Es spricht denke ich einiges dafür, dass in dem Team noch genug Sarri steckt, der dort tollen Fußball spielen ließ und CA noch nicht alles kaputt trainieren konnte. Da kann er jetzt ne Zeitlang von profitieren, bevor sie ihn auch da durchschauen.

    Hier gibt es einen schönen Podcast für jeden, der sich mal ein bisschen ausgiebiger mit dem Thema eSport beschäftigen möchte. Mit dabei sind einige Leute, die selbst alle in dem Bereich tätig sind, unter anderem der "Abteilungsleiter" von Schalke im eSport.


    Einige interessante Thesen, wie sich das zukünftig entwickeln wird, wie es sich mit dem klassischen Sport verknüpfen könnte etc.

    Unsere Strukturen halte ich im Hinblick auf 50+1 ohnehin für fragwürdig.


    Sie sind zulässig, das stelle ich nicht in Frage. Aus meiner Sicht hat die DFL/der DFB aber einen Fehler gemacht, als etwas anderes als GmbH, GmbH und Co. KG(aA) oder KGaA zugelassen hat.


    50+1 sollte den Vereinen den Zugriff auf die ausgegliederte Profiabteilung erhalten. Das ist bei einer AG nur indirekt gegeben - direkte Einflussnahme ist nicht wirklich gegeben, sondern nur indirekte über den Aufsichtsrat und dessen Wahlmöglichkeit des Vorstandes.



    Kurios und ungewöhnlich ist halt, dass wir mit UH einen Vereinspräsidenten haben, der so stark ist, dass sich das im Tagesgeschäft nicht bemerkbar macht, obwohl er rein formal dort eigentlich wenig zu sagen/entscheiden hat.

    Doch, vorausgesetzt, man hat beide Spiele gesehen

    hab ich. Unsers sowohl im Stadion als auch nochmal in der Wiederholung am Fernseher.


    War nicht nur Glück, sondern auch das gezielte Ausnutzen der Schwächen der jeweiligen Gegner. Bei uns etwa, dass Kimmich regelmäßig weit aufrücken musste, weil Müller dem Spiel auf dem Flügel keine Breite gegeben hat.


    Oder die langen Bälle eher auf Hummels als Süles Seite, weil Hummels langsamer ist. Oder dass James defensiv schwächer ist, als Thiago etc.


    Könnte man noch so weiter führen. Sie haben uns genau da bespielt, wo wir Schwächen haben.


    Von dem extrem defensiven Ansatz sollte man sich nicht dahingehend täuschen lassen und annehmen, dass es nur Glück war.

    Doch, genau das ist es. Du brauchst nur einmal einen Gegner zugelost zu bekommen der dir nicht liegt (schau dir mal an, welche Gegner wir bis ins Finale hatten und welche Gegner Frankfurt hatte) - oder alternativ einen blinden Schiedsrichter - dann war's das. Und Gelegenheiten so zu scheitern gab es zur Genüge, man denke an den Sieg gegen Heidenheim i.d.V. Oder die knappe Nummer gegen Schalke.
    Der Pokal ist mit großem Abstand jener Wettbewerb, den man als Favorit am wenigsten einplanen kann und in dem die Titelwahrscheinlichkeit für Underdogs am größten ist, genau deshalb weil da sehr viel vom Zufall abhängt und man eben nicht der beste sein muss um das Ding zu holen. Deshalb ist der Pokal auch bei kleineren Clubs so beliebt.


    Stimmt, weil der mit einer schlechten Mannschaft eben am einfachsten zu holen ist. Planbar ist das trotzdem nicht, auch nicht vom besten Trainer und der besten Mannschaft der Welt. Und erst recht nicht von Kovac mit der Eintracht. Aber für so intelligent das zu wissen halte ich ihn schon.
    Nebenbei sollte doch spätestens die Pasta-Ära mit dem Hirngespinst aufgeräumt haben, dass es angeblich Trainer gibt die Pokalwettbewerbe gut können. Wir sind mit dem "Pokal-Experten" Ancelotti genauso am ersten starken Gegner gescheitert wie mit Pep, der das angeblich gar nicht kann und mit Jupp, der angeblich alles kann.

    Am Ende des Wettbewerbs hat er den Meister und den Vizemeister geschlagen.


    Das ist nicht nur mit Glück zu erklären.

    Ich bin da ganz bei dir, dass Süle mit genügend Zeit ein überragender IV werden dürfte und dass wir ihm die Zeit und Einsatzchancen auch geben sollten.


    Ich finde nur einige der Kommentare auf den letzten Seiten etwas übereilt, in denen Boateng verbal vom Hof gejagt wird unter Verweis darauf, dass man ja Süle habe. Süle ist gut, wird wahrscheinlich mal sehr gut. Ist er aber noch nicht.


    Hinzu kommt:


    Wir hatten endlich, endlich nach vielen Jahren denen das anders aussah in der vergangenen Saison mal keine Probleme, 2 gesunde IV auf gehobenem Niveau auf den Platz zu schicken. Wenn wir Boateng jetzt verkaufen würden, bräuchten wir nen adäquaten Ersatz. Und den müsste man erstmal bekommen. Kevin Vogt ist das mE sicher nicht. Auch ein LL Mai. Nicht auf dem Niveau eines Boateng.

    Spiele der Rückrunde händisch durchgesehen. Kann nicht ausschließen, dass ich mich um ein oder zwei Spiele verzählt habe. Aber auffällig fand ich halt, dass wir mit Süle in der IV kaum ein Spiel ohne Gegentor gestalten konnten.


    Ich will da gar keine Kausalität behaupten, das kann auch eine zufällige Korrelation sein.


    Wie gesagt, für sein Alter spielte er auch nach meinem subjektiven Empfinden sehr stark und war insbesondere in den CL Spielen gg Real erstaunlich abgeklärt.


    Aber ist mir halt im Nachhinein mal aufgefallen, dass die Zahlen das so bisher nicht bestätigen.

    Ich finde Süle super und habe mich sehr über seine Verpflichtung gefreut, weil ich denke, dass er eines der größten IV Talente ist. Ich finde auch, dass er eine tolle erste Saison bei uns gespielt hat.


    Aber er ist noch ein gutes Stück davon entfernt, konstant höchstes Niveau abzuliefern. In der Rückrunde haben wir mit ihm in (17?) Spielen nur 2 mal zu null gespielt (Hertha und Paderborn). In den Spielen ohne ihn haben wir hingegen nur ein Gegentor bekommen (gg Sevilla).


    Süle wird bei stetiger Entwicklung irgendwann einer der besten IV. Aber Boateng hat derzeit schon noch eine andere Präsenz auf dem Platz.

    @brenninger1


    Hübner dürfte da auch ne Rolle gespielt haben, aber grundsätzlich waren sie tatsächlich sehr kreativ bei der Zusammensetzung der Kader.


    Sie haben einerseits ein Näschen für vermeintlich gescheiterte/über dem Zenit Spieler (Rebic, Boateng, de Guzman, Marco Fabian) gehabt, andererseits unbekannte/talentierte Spieler gut eingebaut/gefördert (Hradecky, Wolf, Mascarell, Vallejo, Gacinovic, da Costa, Jovic) und zudem einige eigene Spieler deutlich über das eigentliche Leistungsniveau gebracht (Hasebe, Chandler).


    Wobei man bei den Summen nicht vergessen darf, dass sie einerseits auch viel auf Leihen gesetzt haben und dann hinterher in die Röhre geguckt haben (Vallejo), andererseits aber sogar noch ein ziemliches Defizit hatten (denen fehlten 2016, soweit ich das gehört hatte, knapp 7 Millionen, um überhaupt ne Lizenz ohne Auflagen zu bekommen).

    Das wurde Anfang, Mitte der Rückrunde auch in diversen Fußball Podcasts so gesagt. Frag mich bitte nicht in welchem oder welche Folge es jeweils war.


    Aber das war durchaus faktenbasiert. Die haben sich auf diese immer mal wieder auftauchenden Tabellen bezogen, wie viele Ausfalltage die einzelnen Teams haben.


    Dort war Frankfurt auch noch letzte Saison relativ weit oben. Weil man das erkannt hat, hat man jemanden von Gladbach geholt (ich glaube, einen der Hauptphysios). Gladbach stand in diesen Tabellen wohl lange ziemlich gut da.


    In dieser Saison war es dann wohl komplett umgekehrt: Gladbach ziemliche Verletzungsprobleme und weit vorne in der Statistik mit den Ausfalltagen. Frankfurt stand hingegen zwischenzeitlich ziemlich gut da und hatte mit die wenigsten Ausfälle.


    Irgendwann in der Rückrunde hatten sie dann auch ein paar mehr, da sind dann einige wichtige Spieler - unter anderem Rebic - länger ausgefallen. Wenn ich es richtig im Kopf hab, war das aber durchaus häufiger durch gegnerische Einwirkung und nicht so oft belastungsbedingten Ausfällen geschuldet. Hab dazu aber keine konkreten Zahlen.



    Im Ergebnis: Kovac hatte scheinbar zunächst Probleme mit der richtigen Belastungssteuerung, hat die häufigen Ausfälle dann aber als Problem erkannt, auf eine Veränderung gedrängt, einen Fachmann dazu geholt und offenbar auf ihn gehört. Es wurde besser.


    Ob sich das bei uns ähnlich umsetzen lassen würde..?


    Nach der Aussage von Brazzo, dass wir wieder mehr in unserem eigenen Saft schmoren und nicht so viel externes Fachwissen hinzu holen wollen, habe ich da meine Zweifel. Aber wir werden sehen.

    Früher hieß es, Schweinsteiger und Lahm sind keine Spieler für große/wichtige Spiele. Heute sucht man sich halt die nächsten, denen man das Etikett anhaften kann

    Wie ist denn so die Erwartungshaltung an Kovac? Meisterschaft Pflicht? Wie sieht es mit dem Pokal aus? Wie weit in der CL? Würden die Erwartungen runtergeschraubt, gäbe er Sanches, Mai & Co. viele Einsätze? Würde mich echt interessieren.

    Die gleichen, die ich an die letzten Trainer auch hatte:


    Positionsspiel; systematisches, variables Pressing; einstudierte Strukturen bei Ballbesitz; taktische Flexibilität und einen strategisch offensiven Ansatz.


    In der Bundesliga sollten wir mindestens 72 Punkte holen. Es ist eine Nach-WM Saison, sodass in der Vorbereitung viele wichtige Spieler fehlen werden und er hat noch keine 3fach Belastung als Trainer steuern müssen. Ansonsten würde ich 80 erwarten: 72 entspricht einem Schnitt von knapp 2,11 Punkten/Spiel. Das ist nicht wenig, aber angesichts dessen, wie weit wir der Liga enteilt sind und der zu erwartenden Probleme bei Leverkusen, Schalke, Leipzig etc. mit der 3fach Belastung, sollte das machbar sein. Zumal wir in der letzten Saison trotz unterirdischen Starts und sehr früher Meisterschaft am Ende 84 geholt haben (wenn auch mit einer wahnsinnigen Serie zwischendurch, die sich so kaum wiederholen lassen dürfte).


    Im Pokal hängt es für mich davon ab, wen wir wann zugelost bekommen. Wenn wir in der 2. oder 3. Runde in Leipzig, Dortmund, Mönchengladbach oder auf Schalke ran müssen, eine positive Entwicklung erkennbar aber offensichtlich noch nicht abgeschlossen ist und/oder wir viele Ausfälle haben etc. könnte ich notfalls auch ein frühes Aus Verschmerzen. Grundsätzlich ist das aber ein Wettbewerb, in dem wir Favorit sind und in dem ein Aus vor dem Finale schon besonderen Umständen geschuldet sein müsste.


    Champions League tue ich mich tatsächlich am Schwersten mit. Quali fürs AF ist Pflicht. Ob als Erster oder Zweiter hängt vom Gegner aus Topf 2 ab. Kriegen wir da Neapel, Liverpool oder Real oder ähnliche Kaliber, kann ich mich mit nem 2. Platz abfinden. Bezüglich KO Runde würde ich es tatsächlich davon abhängig machen, was ich für eine sportliche Entwicklung erkennen kann, wer Gegner ist, wie die KO-Spiele verlaufen etc. Je nach Umständen kann da ein Aus im Achtelfinale verschmerzbar sein (etwa, wenn man als Gruppenzweiter hinter auf City, Real oder Barca treffen würde, grundsätzlich aber eine gute sportliche Entwicklung erkennbar ist), aber auch ein Aus im VF unzureichend (wenn man gegen eine europäisch zweitklassige Mannschaft chancenlos/unnötig weil naiv etc. rausfliegt.



    Edit: die Entwicklung/Förderung von jungen Spielern erwarte ich unabhängig von Ergebnissen. Aber natürlich könnte ich die ein oder andere Niederlage eher verschmerzen, wenn Leute wie Coman, Süle, Tolisso, Gnabry und Kimmich vernünftig gefördert werden und eine faire Chance auf Stammplätze haben.

    "Wird der Ball hingegen gewonnen, schaltet Freiburg blitzschnell um. Sie fahren keine klassischen Konter mit vielen langen Bällen hinter die Abwehrkette, sondern suchen im offensiven Umschaltmoment das Kombinationsspiel. So werden die Stürmer eher in den Fuß angespielt statt in den Lauf. Diese lassen dann auf die nachrückenden Mittelfeldspieler klatschen und ermöglichen ihnen, mit Gesicht zum Tor Tempo aufzunehmen. Durch diese Spielweise holen die Freiburger wieder mehr Mitspieler in die Nähe des Balles, was wiederum zur Absicherung gegen mögliche Konter des Gegners beiträgt. Auffällig: Wie auch im Defensivverhalten kaschiert dieser Ansatz die individuelle Unterlegenheit durch einen klaren Fokus auf Kollektivität."
    SC Freiburg taktisch


    ...schon aus dem letzten Jahr, passt aber immer noch!

    Freiburg hat in der Rückrunde weitgehend vollkommen harmlose Grütze gespielt und hatte Glück, nicht abzusteigen. Die hatten wochenlang keinerlei Plan, wie man Tore schießen soll, auch weil sie teilweise - aus Angst vor dem Abstieg - vollkommen von ihren offensiven Tugenden abgerückt sind.


    Ich mag Streich, ich mag es, dass er (meistens) offensiven Fußball spielen lässt. Aber gerade die vergangene Saison ist in der Hinsicht nunmal so gar kein Ruhmesblatt.


    Ähnliches galt übrigens auch für den VfB Stuttgart unter Hannes Wolf. Dass der Trainer des Jahres geworden ist, obwohl er dort bereits ausgewechselt/zurück getreten war, spricht Bände. Korkut mag da aktuell Einiges stablisiert haben. Aber Trainer des Jahres wird der mit seinem Fußball nie! Diesen Titel halte ich auch für Niko Kovac für höchst unwahrscheinlich...

    Rekordhalter dieser Nominierung ist Felix Magath. 2006 wurde es Jürgen Klinsmann. 2015 Dieter Hecking und 2016 Dirk Schuster.


    Diese Auszeichnung ist hanebüchener Unsinn und sie als Beleg für die Qualität eines Trainers oder gar der Offensivqualitäten eines Trainers herzunehmen ist lächerlich.



    Du verrennst dich mit deiner Abneigung ggü Kovac mittlerweile derart, dass es einen nur noch den Kopf schütteln lässt...

    ich kapiere bei manchen hier einfach nicht, wie sie auf dieses schmale brett kommen, dass alleine der unterschied zwischen "direktor[/i]" und "vorstand[/i]" so immens gewichtet ist, dass man dadurch gute potentielle leute vergraulen muss!?...

    Es ist - rechtlich - schon ein erheblicher Unterschied. Dadurch, dass wir eine AG sind, hast du als Vorstand - potentiell - eine nahezu unbegrenzte Entscheidungsbefugnis. Es gibt ein paar Einschränkungen durch die Satzung und natürlich noch durch die interne Abgrenzung der Aufgaben, aber in der Außenwirkung bist du erstmal "der starke Mann".


    Ein Sportdirektor ist erstmal eine "erfundene" Bezeichnung eines Postens, den es rechtlich gesehen so gar nicht gibt. Dementsprechend kann der durch die Stellenbeschreibung frei gestaltet (und eingegrenzt) werden und zwar jederzeit, nicht bloß durch eine Satzungsänderung oder durch einen Beschluss der Vorgesetzten/des Vorstandes. Demgemäß könnte auch die "Machtfülle" ziemlich einfach beschränkt werden, was bei einem Vorstandsmitglied nicht so einfach der Fall ist.


    Inhaltlich kann man das natürlich weitestgehend annähern, sodass es in den täglichen Abläufen keinen Unterschied gibt. Klar. Es ist aber im Hinblick auf das entgegen gebrachte Vertrauen und auch auf die Reaktionsmöglichkeiten bei Meinungsverschiedenheiten schon ein erheblicher Unterschied. Zumal man mit Sammer jemanden Externes direkt zum Vorstand gemacht hat, das aber bei Leuten wie Lahm nicht zugestehen wollte.

    Ironie?

    Nein. Vielleicht etwas überspitzt dargestellt, aber ich halte es tatsächlich für einen Fehler, ihn nicht mitzunehmen.


    Wagner hat in der Nationalmannschaft in 8 Spielen 5 Tore gemacht. Er harmoniert richtig gut mit Kimmich als Flankengeber.


    Er ist jemand, der sich vollkommen zerreißen würde, wenn er die Chance hätte, bei der WM spielen zu dürfen. Aber selbst wenn er nur auf der Bank sitzen würde, würde er nicht mosern (siehe Rückrunde bei uns).


    Er hat in der Rückrunde bei uns genau die Rolle gespielt, die ihm bei der WM zukommen würde: Joker hinter einem klaren ersten Stürmer. Und er hat diese Rolle mE hervorragend ausgefüllt. Wenn er eingewechselt wurde, hat er genau das gezeigt, was jeweils von ihm erwartet wurde. In manchen Spielen hat er die Brechstange gegeben, in manchen den Zielspieler für Flanken, in manchen hat er einfach nur Bälle vorne festgemacht, um für Entlastung der Defensive bei einem knappen Ergebnis zu sorgen. Und hat dabei - vielleicht war das nur mein subjektiver Eindruck - immer Torgefahr ausgestrahlt. Er hat nicht immer getroffen, aber das kann man auch nicht erwarten. Aber er hat trotzdem einige nicht unwichtige Tore gemacht. Zudem kann er unangenehmen Abwehrspielern richtig, richtig weh tun und sie aufreiben.


    Bei der Nationalmannschaft wird mE Werner der Stammspieler im Sturm sein. Der hat zwar zuletzt geschwächelt, aber das wird bis zur WM schon wieder.


    Gomez ist ein super Typ. Ich mag ihn. Aber er hat noch nie besonders gut als Einwechselspieler funktioniert. Er muss von Anfang an spielen, um gefährlich zu sein. Und er war zudem auch eher formschwach. Wenn man bedenkt, was für eine starke Phase die Stuttgarter zum Ende der Saison hatten, hat Gomez vergleichsweise wenig getroffen - und in der Hinrunde in Wolfsburg war er unterirdisch (was natürlich zum Teil auch an der Mannschaft lag, aber das hat ihn letzte Saison auch nicht vom Knipsen abgehalten).


    Petersen fehlt mE die Klasse, um auf gehobenem Niveau den Unterschied zu machen. Er ist ein toller Stürmer für Mannschaften im unteren Drittel der Liga. Aber doch niemand, der bei einer WM den Unterschied machen kann. Auf der Habenseite hat er, dass er als Joker funktioniert.



    Alles in allem finde ich einfach, dass Wagner von den deutschen Stürmern am besten zu der Rolle passt, die es für den 2. Stürmer bei der WM gibt und er zudem einfach ein Typ ist, der auch mal auf dem Platz für den Gegner ein Ar.schloch ist. Sowas haben wir sonst nicht wirklich im Kader.