Posts by granti

    hast Du den ganzen Artikel gelesen?

    Das ist doch völliger Unsinn, Doppelpass-Quatsch. "Ein Bayern-Trainer muss mit dem fetten Audi in die Tiefgarage fahren, und nicht mit dem E-Board in die Arbeit kommen".

    Jo. Das ist natürlich wesentlich wichtiger, als das Passspiel mal so zu trainieren, dass nicht jeder Pass beim Gegner landet.


    Und "Diven" haben wir in der Mannschaft nicht, alleine schon deshalb, weil wir uns die nicht leisten können. Wen in der Mannschaft würdest du denn als "Diva" einstufen?

    ich hatte den Post von eddiedean dahingehend kommentiert, dass JN jetzt zwar mit dem Torabschlusstraining beginnt, aber die Ergebnisse vielleicht erst ein neuer Trainer beim FCB ernten wird. ^^

    Klar, aber darauf wollte ich auch hinaus. So funktioniert das eben. Wenn ein neuer Trainer kommt, dauert es etwas bis er seine Ideen implementiert, und in der Zwischenzeit spielen die Spieler halt das, was sie vorher gelernt haben. Besser oder schlechter werden ist ein Prozess, den ein neuer Trainer erst mal umsetzen muss (und der Nationaltrainer nicht umsetzen kann, aus Zeitmangel).

    Aeroflot?

    Off-topic: Mit Aeroflot bin ich vor ein paar Jahren mal für 200 Euro von Bangkok über Moskau nach München geflogen. War nicht sehr bequem, aber der Preis war unschlagbar... ^^

    Würde ich aktuell aber auch nicht mehr machen, nachdem die Russen aufgrund der Sanktionen keine Ersatzteile mehr bekommen... m.E. nur eine Frage der Zeit, bis da mal einer crasht.

    „Im Fußball wird es immer wichtiger, datenbasiert zu analysieren, um zu wissen, wo die Spieler ihre Stärken und Schwächen haben", erklärte Sauer. „Es war hochinteressant, diese Details mit Tim Cook zu besprechen", so der Campus-Leiter.

    Damit hat er Recht. Hat aber nix mit Apple zu tun.


    EDIT: Gut, hätte nix gegen Apple als Sponsor, die wissen ja sowieso nicht was sie mit ihrer Kohle machen sollen, da kann man vielleicht ein gutes Stück vom Kuchen abbeissen...

    warum muss ich gerade an


    der alte Trainer sät das Torschusstraining, der neue Trainer erntet Tore


    denken? ;)

    So funktioniert das i.d.R. in der Bayern-dominierten Nationalmannschaft. Der Nationaltrainer ist aufgrund der begrenzten Zeit ja nur ein Beifahrer, der versuchen muss, aus dem Vorhandenen das Beste zu machen. Wenn das Vorhandene nicht gut funktioniert, hat er eben Pech gehabt, denn man kann in 2-3 Wochen einer Mannschaft nicht das Fussballspielen beibringen.


    Das Prinzip erklärt auch gut die "Ups & Downs" in der Karriere von Jogi Löw; wenn der Vereinsfussball funktioniert hat, hat auch die Nationalmannschaft funktioniert und er hat basierend auf der Arbeit anderer (Pep, vermutlich auch Klopp) einen Titel geerbt.

    Profifußball in D ist halt kein Invest mit Aussicht auf Rendite sondern ein Hobby und dann funktioniert das auch, siehe Wob, Bayer, Hoppelheim und RBL.

    Die Beispiele, die du genannt hast passen aber gar nicht zur Aussage, weil das eben keine Hobbyinvestoren sind, sondern Firmen, die den Fussball als Marketingplattform benutzen. Genauso wie bei uns Adidas oder die Allianz. Bei uns ist die Firmenstruktur anders, das Interesse der Geldgeber ist aber das Gleiche wie in Leverkusen, Leipzig oder Wolfsburg.


    Bei Hoffenheim kann man vielleicht noch argumentieren dass Hopp das aus Spaß gemacht hat, aber es ist halt auch kein Zufall dass alles, was mit diesem Verein zu tun hat mit SAP-Werbung vollgepappt ist...


    Sowas - also Investoren, die nur im Hintergrund wirken und ihr Produkt möglichst günstig und effektiv bewerben wollen, funktioniert in Deutschland gut. Problematisch wird es dann, wenn einer kommt der die volle Kontrolle haben will, unabhängig davon ob er durch Gewinnerzielungsabsicht getrieben wird oder tatsächlich nur ein Hobby sucht, denn das funktioniert erwiesenermaßen überhaupt nicht.

    Für mich zeigt das, das Windhorst auch nicht die hellste Kerze auf der Torte ist.


    Vernünftige Investoren würden den deutschen Fussball nicht mit der Scheissbürschtn anfassen, weil es, wie mit Ismaik erwähnt, schon genügend Beispiele dafür gegeben hat, dass man sich damit einfach in die Nesseln setzt. Aber offenbar kommt immer wieder ein Millionär an, der denkt dass er es besser könnte und den Verein entweder auf seine Seite ziehen oder manipulieren kann.


    Selber schuld. Wenn er seine Millionen in irgendwelche lächerlichen government bonds zu 0,5% Zinsen investiert hätte, würde es ihm jetzt wesentlich besser gehen. ^^

    Vielleicht ist der Grund auch ein gesundheitlicher? Dreesen hatte ja in der Vergangenheit schon z.B. einen Herzinfarkt.

    Wird man dann gut daran erkennen können, was er als nächstes macht. Falls er bei einem Hedgefonds einsteigt war es vermutlich nicht die Gesundheit... ^^


    Die Diskussion hier über seine Beweggründe zeigt aber sehr deutlich, dass im Fussball die Uhren ein bisschen anders ticken als in jeder anderen Branche. 8 Jahre im Management sind eine sehr lange Zeit, da ist es nicht ungewöhnlich, wenn jemand aufhört, aus welchem Grund auch immer. Im Fussball wird von den Verantwortlichen aber - m.E. auch aus guten Gründen - immer ein sehr langes Commitment erwartet. Ich glaube Kahn hat auch sehr, sehr lange darüber nachgedacht ob er sich das "antun" will, denn CEO bei Bayern wird man halt nicht für 5 Jahre sondern eher für 50... ;)

    Ich will nicht sagen das der Kader untrainierbar ist, aber er ist fachlich wie menschlich extrem anspruchsvoll.

    Das ist sicherlich irgendwo ein Henne-Ei-Problem, aber m.E. ist es fast ausschließlich die sportlich-fachliche Komponente die wichtig ist, nicht das Zwischenmenschliche. Die Mannschaft wird erfahrungsgemäß nämlich immer dann, und nur dann zum Problem, wenn es sportlich nicht läuft (was wiederum auf Trainingsmethoden und Taktik zurückzuführen ist). Das haben wir doch bei den gescheiterten Trainern hier erleben dürfen, selbst bei Kovac, der grundsätzlich und auch im Erfolg ein eher seltsamer, arroganter Charakter ist.


    Das ist auch relativ leicht nachzuvollziehen: So lange es gut läuft und man Sieg um Sieg einfährt, mag es vielleicht den ein oder anderen geben, der den Trainer auf dem Kieker hat, aber der hat dann einfach auch nichts zu melden und im Zweifel die Mannschaft gegen sich, wenn er anfängt Streß zu machen. Das beste Beispiel ist doch Pep, der menschlich sicherlich ein eher schwieriger Trainer ist (im Vergleich zu bspw. Ancelotti), aber bei dem halt's halt dann sportlich gefunzt, und die Spieler sind dann auch bereit, die ein oder andere Kröte zu schlucken.


    Sobald das aber nicht mehr der Fall ist, melden sich als erstes die Bankdrücker zu Wort, die nicht verstehen warum sie keine Einsätze bekommen obwohl die A-Alternative auch nicht liefert, dann bekommen die Spieler die Kritik des Trainers evtl. in den falschen Hals weil sie das Gefühl haben, dass er ihnen die Schuld in die Schuhe schieben will, usw. usf. Da entwickelt sich dann schnell eine Eigendynamik, die der Trainer meist nicht mehr eingefangen bekommt (das ist dann gut erkennbar immer der Zeitpunkt, wenn einer aus der Teppichetage in die Kabine geht um eine Wutrede zu halten).


    Nebenbei: Wir werden es nie wissen, aber ich gehe jede Wette ein, dass auch der "Streichler" Flick hier früher oder später Probleme bekommen hätte. Vermutlich eher später, weil er aufgrund des historischen Erfolgs natürlich ein immenses Standing hatte, aber in der letzten Flick-Saison ging es fussballerisch ja auch eher rückwärts. Wäre das in der neuen Saison so weitergegangen, dann wäre er vor einem Jahr möglicherweise in einer ähnlichen Situation gewesen wie Nagelsmann jetzt.

    Mit dem Laptop verhält es sich so wie mit dem Videobeweis: Technische Hilfsmittel bringen nur dann was, wenn man sie vernünftig einzusetzen versteht...

    Könnte ich mir einen Trainer heraussuchen, wäre es übrigens ein anderer deutscher CL Sieger.

    Die Frage ist halt, wer im Oktober 2022 realistisch verfügbar wäre. Die Wahrscheinlichkeit für Klopp dürfte da bei 0,0% liegen. Mein "wünsch dir was"-Kandidat wäre dann eher ten Hag, aber da haben wir leider das selbe Problem. Und dass Nagelsmann das Ruder rumgerissen bekommt wäre auch für mich die optimale Lösung, sehe ich inzwischen aber als ähnlich wahrscheinlich.

    es ist toll wie das Sterben von Slavenarbeitern relativiert wird, denn hätten die das Stadion nicht gebaut, dann halt eben einen Wolkenkratzer

    So ist es aber nun mal. Hätten die nicht die Stadien gebaut, dann wären sie auf irgendeiner Baustelle in Malaysia oder sonst wo gewesen. Das macht für die Arbeiter keinen Unterschied, nur der Deutsche fühlt sich dann wohler, weil er davon nichts weiss...

    sie wären wohl gar nicht im Land gewesen

    Man sollte sich dann aber immer auch fragen, was sie stattdessen gemacht hätten. In Bangladesch verhungern? Irgendwie auch nicht optimal... das ist letztendlich das gleiche Problem wie bei der Kinderarbeit - meist ist so eine Arbeit die beste aller schlechten Möglichkeiten.

    Immer wieder furchteinflößend, wenn Hoeneß am Telefon ist ^^

    Wobei er da jetzt nichts erzählt hat, was nicht genauso zu erwarten gewesen wäre...