Posts by bayernturbo

    Liebe Forumsgäste, schade, dass ihr nahezu alle schweigt - ich persönlich vermisse eure fundierten Beiträge!


    Gerade jetzt, wo sich eigentlich das Blatt völlig gewendet hat!



    Trinchieri scheint ein Zauberer zu sein!


    Die paar "Luschen" die letzte Saison schon eher zu oft pomadig gespielt haben (Barthel, Lo und Koponen) fehlen nicht, im Gegenteil!)



    Alba am fast am Tabellenende ;-)



    ...das ist doch sicher mehr Aktivität wert :)

    Teil 2



    In München fangen Sie mal wieder von vorne an. Sie lernten viele neue Spieler kennen. Was haben Sie ihnen zuerst beigebracht?Nein, Moment. Sie müssen fragen, was sie mir beigebracht haben. Egal, wie gut ich einen Spieler scoute, wer er wirklich ist, weiß ich erst, wenn er vor mir in der Halle ist. Man ist eine andere Person, wenn man mit seiner Freundin zusammen ist. Und noch mal eine andere mit seinem besten Freund. Das Wichtigste in einer Mannschaft ist die Chemie. Wichtiger als Taktik. Die ersten 50 Tage beobachte ich meine Spieler. Ich fordere sie heraus, provoziere sie, gebe ihnen Aufgaben und schaue, wie sie reagieren. Das bestätigt meine Meinung – oder verändert sie.

    Sie können eine richtige Nervensäge sein.Ja, nicht nur für die Spieler. Es ist ein Drama.

    In Bamberg ging das irgendwann nicht mehr gut. Sie zerstritten sich mit dem Sportdirektor Daniele Baiesi, Ihrem italienischen Landsmann. Er verließ den Verein im Sommer 2017 und fing in München an. Jetzt arbeiten Sie wieder zusammen. Geht das noch mal gut?Ich kenne ihn sehr gut. Er kennt mich sehr gut. Wir machen das freiwillig.

    Wie reagieren Spieler auf Sie, mit denen Sie zum ersten Mal zusammenarbeiten? Im ersten Euroleague-Spiel gegen Mailand (79:81 n. V.) ist mir aufgefallen, dass Sie sehr oft mit Paul Zipser geschimpft haben.Mein Vater studierte in Harvard, an einer der besten Universitäten der Welt. Er wollte, dass ich auch dort studierte, aber ich lehnte ab, weil ich im Basketball meinen Traum verfolgte. Ich habe ihn damals nicht verstanden, inzwischen aber schon. Wenn du in deinem Kind großes Potential siehst, willst du für es nur das Beste. Paul hat unglaubliches Potential. Es gibt einen Grund, warum er schon in der NBA gespielt hat. Die Sache ist: Ich sehe ihn besser und stärker, als er sich selbst sieht. So entsteht Reibung. Ich habe hohe Erwartungen, mit denen er sich nicht ganz wohl fühlt. Ich will das Beste für Pauli. Manchmal muss man dafür harte Liebe zeigen.

    Sie sprechen jeden Tag mit Spielern, die 20 bis 30 Jahre jünger sind als Sie. Wie erreichen Sie die?Du musst die richtige Sprache finden. Das ist der Schlüssel. Es geht oft gar nicht darum, welche Nachricht du ihnen vermitteln willst, sondern wie du diese Nachricht vermittelst. Du musst ihnen klarmachen, dass du dich um sie kümmerst, dass sie dir wichtig sind. Nur so kannst du eine Bindung schaffen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der man sich gegenseitig nicht traut. Wenn deine Spieler dich nur als einen Trainer sehen, hast du es schwer.

    Zum Thema Sprache ein Fall aus dem Jahr 2019. Es gibt einen Mitschnitt von einer Auszeit in einem Euroleague-Spiel, als Zeljko Obradovic, einer der erfolgreichsten Trainer im europäischen Basketball, seinen Spieler Luigi Datome anbrüllt. Er sagt: „Fuck you, Gigi Datome. Schäm dich.“ Das geht zu weit, oder? Das geht nur, wenn du eine ganz starke Bindung hast. Dann ist es wie in einer Familie. Wenn dir jemand wichtig ist und du weißt, du bist der Person auch wichtig, dann nimmst du das hin, auch wenn eine rote Linie überschritten ist. Du weißt, es kommt von Herzen.

    Die Stadt München hat angeordnet, mindestens bis zum 25. Oktober keine Fans in die Stadien und Hallen zu lassen. Diese fehlen, sind aber nicht weg. Sie sitzen zu Hause. Was können Sie und Ihre Mannschaft ihnen im Moment geben?Es sind harte Zeiten. Wir machen uns auch viele Sorgen. Wenn die Fans nach Hause kommen, den Fernseher einschalten, ein Bier und ein leckeres Essen vor sich haben und dann ein brandneues Team sehen, das um jeden Ball kämpft, wie wir das gegen Mailand getan haben, dann ist das schon mal was. Ich glaube, dass wir die Menschen unterhalten haben. Netflix ist nach all den Monaten ja auch langweilig geworden. Man hat alles gesehen. Vielleicht können wir ihnen etwas Neues geben.

    Der Fußballtrainer Arsène Wenger hat in einem „Spiegel“-Interview gesagt: „Die Topklubs tragen eine Verantwortung dafür, Sport zur Kunst zu machen.“ Sehen Sie das auch so?Ich finde, die Topklubs müssen zeigen, wie wichtig Sport ist, vor allem für junge Menschen. Ich habe zwei Kinder. Sie mussten Monate auf Mannschaftssport verzichten. Jetzt kommen sie mit solch einer Freude von einem Training zurück, in dem sie mit zehn anderen Kindern gemeinsam spielen durften. Wir müssen diese Flamme der Leidenschaft am Brennen halten. Wir müssen Menschen gemeinsam auf einen Court bringen, wo sie Leidenschaft und Respekt teilen. Das ist auch eine Form der Kunst.

    Was haben Sie sich vorgenommen für den Tag, an dem die Basketballhalle in München wieder voll sein wird, wann immer das auch sein mag?Ich werde versuchen, in so viele Gesichter wie möglich zu schauen, und ihre Gesichtsausdrücke in mein Gedächtnis drucken. Ich will mich daran erinnern, wie es aussieht, wenn Fans in der Halle auf ein Spiel schauen.

    Das Gespräch führte Christopher Meltzer.

    Du musst verrückt sein“

    Basketball-Trainer Andrea Trinchieri über sein Date mit den Bayern, die Energie seiner Socken und die Kunst der richtigen Ansprache.
    Von Christopher Meltzer

    [Blocked Image: https://fazplus-mobile.s4p-iapps.com/content/published/company/2/3589/assets/img/article_519719/crop_1024x1024_FAS_32_20201018_69552016.jpg?t=1602972708000]Die Psychologie des Andrea Trinchieri: „Die ersten 50 Tage beobachte ich meine Spieler. Ich fordere sie heraus, provoziere sie, gebe ihnen Aufgaben und schaue, wie sie reagieren“.

    sampics

    BEITRAG TEILEN


    Herr Trinchieri, an diesem Wochenende fängt die Saison im deutschen Basketball mit dem BBL-Pokal an. Am Sonntagabend spielen Sie mit dem FC Bayern München, Ihrem neuen Verein, gegen Bayreuth. Wissen Sie schon, welche Socken Sie anziehen werden?Nein, es kommt darauf an, was noch passiert. Ich habe sehr mächtige Socken, aber auch Socken, die so lala sind. In manchen Socken steckt keine gute Energie. Sie ziehe ich nach einem Spiel nicht mehr an.

    Das gilt auch für Ihre Brillen. Sie sagten einmal, dass Sie 70 verschiedene haben. Manche überstehen das erste Spiel nicht. Diese Rituale sind Ihnen wichtig. Warum?Das sind Psychospielchen. Ich sammle so meine Konzentration. Manchmal fehlt mir die Energie, vielleicht bin ich müde von einer langen Reise, dann gibt es diese Rituale, die mich zurück in den Game-Mode bringen. Das mag sich lustig anhören, aber es funktioniert.

    Offensichtlich. In den vergangenen zehn Jahren haben Sie vier Vereine trainiert: Cantù, Kazan, Bamberg, Partizan Belgrad. Sie haben mit jedem Verein Titel gewonnen. Verraten Sie uns Ihr Geheimnis? Nur die Socken können es nicht gewesen sein.Du musst verrückt sein. Ich vergleiche mich manchmal mit einem alten Mann an der Nordsee, der mit einem Kopfhörer und einem Detektor am Strand läuft und Metall sucht. So geht es mir mit Titeln. Wenn du probieren durftest, wie süß sie schmecken, wirst du süchtig. Ich bin süchtig. Ich kann mir meinen Job nicht mehr vorstellen, ohne von einem Titel zu träumen. Das wird zu einem Lifestyle. Das beschränkt mich aber auch – und macht es mir schwer.

    Ihre Mannschaften hatten verschiedene Spieler, verschiedene Stärken. Was hatten sie gemeinsam?Die Spieler haben sich auf mich eingelassen. Sie haben verstanden, dass ich sehr fordernd bin, aber dass ich ihnen auch etwas zurückgeben kann. Sie haben gesagt: Okay, lasst uns diesem verrückten Trainer folgen, der manchmal auf uns springen und uns am liebsten umbringen möchte. Weil sie wussten: Am Ende werden wir besser sein.

    Der berühmte amerikanische Point Guard Isaiah Thomas sagte einmal: „Das Geheimnis des Basketballs ist, dass es nicht um Basketball geht.“ Ist da etwas dran?Ja, es ist wahr: Es dreht sich alles um Basketball, aber nicht alles dreht sich um Basketball. Wir sind hier, weil wir Basketball spielen. Das bringt uns zusammen. Aber wie wir Basketball spielen, das entscheidet jedes Team für sich. Ein Team, in dem die Egos an erster Stelle stehen, wird nie erfolgreich sein. Es muss klar sein, wer zahlt und wer trinkt. Das ist ein serbisches Sprichwort. Du musst wissen, was deine Rolle ist. Vor jeder Saison frage ich meine Spieler: Wisst ihr, was die Rolle eines Spielers in einem Team ist? Neun von zehn sagen: Ja, die Rolle legt fest, was ich zu tun habe. Das ist ein großes Missverständnis. Die Rolle eines Spielers ist, was die anderen von ihm erwarten. Wenn ein Spieler glaubt, er muss 20 Dreier werfen, die anderen aber denken, er muss 20 Blöcke stellen, dann haben wir ein Problem.

    In einem Team, so haben Sie es neulich ausgedrückt, muss jedes Mitglied ein Star in seiner Rolle sein. Auch der Mann, der in den Auszeiten das Wasser bringt.So ist es, aber in Deutschland ist das nicht so einfach. Deutschland ist ein tolles Land, die Disziplin, der Respekt vor dem Gesetz, alles in Ordnung. Das zehrt aber an der Leidenschaft. Du musst immer mehr wollen, um ein Star zu sein, auch als Wasserträger. In Deutschland fehlt es aber an nichts. Man gibt sich mit gut zufrieden. Selten wird gesagt, dass gut nicht gut genug ist.

    Sie sagen über sich, dass Sie sich mehr über Niederlagen ärgern als über Siege freuen können.Ja und ich finde das eigentlich nicht gut. Ich kann’s aber nicht ändern.

    Vielleicht macht das den Unterschied. Vielleicht treibt das Sie an.Wenn Sie in einer schlechten Sache eine gute finden wollen, dann vielleicht. Aber für mich ist das anstrengend. Ich sage meinen Spielern immer: Sie müssen mit einem Ziel in die Halle kommen. Ein Ziel von mir ist: mehr zu genießen.

    Ihre Leidenschaft überzeugte Herbert Hainer, den Präsidenten des FC Bayern. Er erzählte von dem Funkeln, das er in Ihren Augen sah. Er wollte Ihnen einen Vertrag anbieten, der mehrere Jahre gilt. Sie unterschrieben nur für ein Jahr. Warum?Wenn man jemanden heiraten will, sollte man ihn davor daten.

    Wie lief das erste Date?Ich habe die Leute im Verein gefragt, was sie wollen und wie sie es wollen.

    Und was wollen sie?Beim FC Bayern willst du immer gewinnen, das ist klar. Wir haben vor allem aber über Grundwerte gesprochen, über eine Arbeits- und eine Spielphilosophie. Wir wollen die Fanbasis vergrößern. In München gibt es große Möglichkeiten. Um das zu schaffen, müssen wir aber etwas Besonderes schaffen. Ich kann das Ergebnis nicht garantieren, den Einsatz aber schon. Wenn die Zuschauer unseren Schweiß und unsere Opferbereitschaft sehen, dann bin ich davon überzeugt, dass sie uns lieben werden.

    Im Jahr 2022 soll die neue Halle fertig sein. Dort sollen fast 12 000 Menschen reinpassen. Es wird nicht leicht, sie zu füllen.Also müssen wir jetzt den Weg ebnen. Das ist mein Plan. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, aber einen Plan habe ich.

    Wollen Sie in die Play-offs der Euroleague, des besten Vereinswettbewerbs in Europa? Das schafften bisher weder Sie noch die Bayern.Wollen Sie heute Abend mit einer wundervollen Frau essen gehen?

    Ja.Na also.

    Der Herr Löw klebt doch nur noch an seinem hochdotierten Sessel!


    Früher sind Verantwortliche schon wegen - im Vergleich - deutlicherer Kleinigkeiten zurückgetreten. Hat was mit vorbildlichem Charakter zu tun - den sollte ein "Bundestrainer" als Grundvoraussetzung haben. Löw hat auch das nicht!

    Ganz offen - danke auripigment - würde ich einen -Persiflage-Film drehen, dann wäre der aktuelle Kader FCBB in der ersten Reihe.


    Was wirklich fehlt, ist ein Kontakt, ein Gepräch mit "Gott" Pesic jr und dessen, sogar für mich als Basketball-Depp, immer noch fehlender Erklärung: warum es auch ohne echten 1er immer locker zur Vizemeisterschaft reicht.


    Mehr will der Verein eh nicht!? Meister wird jetzt und immer ALBA - die Müllmänner sind einfach uneinholbar - danke Pesic!

    ...hoffe sehr, dass Bayern Granger nicht auf der Wunschliste hatte!


    Wenn es jetzt wieder (!!) nicht gelingt einen "echten" Nachfolger (gerne keinen Rekonvaleszenten !) zu Jovic zu verpflichten, dann müsste man Pesic und, sorry, Baiesi zeitnah entlassen.


    Es kann doch nicht sein, dass diese beiden Herren "...und täglich grüsst das Murmeltier - wir finden aber keinen Nachfolger" immer noch weiter spielen dürfen.

    Frage, woher wissen so viele, um welche Beträge es wirklich geht?!


    Wenn der Herr Alaba aber wirklich nur "geldgierig" ist, möge er sich doch bitte "schnö schleichen"... - Trotzdem: Jeder hat mal seinen sportlichen Zenit erreicht und bald auch überschritten, es kommen andere nach...

    Zumindest ist Baumwolle robuster, als Kaschmir!


    Der letzte Kader war vor der Saison absolut "kaschmirig" - im Laufe der Saison sah man aber deutliche Risse und Abnutzungen, weil schnöde Baumwollteams "uns" die feinen, unverwobnen Fäden zupften ;-)



    Hoffen wir, dass @Auripigments Bild letztlich ein gutes Zeichen ist!

    Bei Barthel meine ich schon eine gewisse emotionale Distanz im Verlauf der letzten Saison wahrgenommen zu haben.


    Da scheint ggf. mehr zw. ihm und dem Verein nicht gestimmt zu haben.



    Noch einen Anmerkung. Im letzten Jahr gab es viele Verpflichtungen, die den gemeinen Fan glauben ließen, dass das Team schwer zu schlagen sein wird. Heuer ist es umgekehrt bisher - hoffe auf ein gutes Omen!

    Die Bayernriege im Basketball-Management will halt Basketball als solchen, bzw die Spielweise und Taktik radikal reformieren.


    Irgendwann spielen sie eben mit 5 Sg'lern gleichzeitig :) - jeder Gegner ist sofort völlig verwirrt - die dann zwangsläufigen Siege sind nur Pesic's und Baesis Erfolg ;)

    Also - aus meiner Sicht - ein, sorry, weiterwursteln mit dem Wiedergänger Pesic (sen.) wäre ein absoluter Offenbarungseid!


    Es braucht hier mal dringend frische Luft - die "ic" Trainer haben eher (!) nicht allzu zukunftsorientiert gearbeitet. Seit Jahren fliegt dem Pesic (jun) um die Ohren, dass auf Pos. 1 eine Dauerbaustelle besteht! Verflixt nochmal, komm bitte endlich flott in die Puschen, Herr Pesic!


    Jetzt wird anscheinend wieder mal abgewartet, bis gefühlt, alle anderen Mannschaften die Leckerbissen (Trainer, Spieler) ausgerauft haben...

    Schade, wenn sich die Baywa als Sponsor zurückzieht. Als Trikotsponsor war das sicher ein bedeutender Betrag, der nun erst einmal fehlen wird.


    Hoffe, auch wenn das jetzt irgendwie ein Gschmäckle hat, dass auch andere Vereine mit kleinerem Budget werden leben müssen und sich das damit wieder relativiert.


    Manche Spieler werden das leider auch zu spüren bekommen.

    Alles hat ein Ende!


    Manuel fühlt sich zurückgesetzt (verständlich) im Vergleich zu anderen Spielern im Verein.


    Trotzdem finde ich seine Forderungen, so sie stimmen, sorry, aus der Zeit gefallen - und insgesamt unklug, nicht souverän.


    Für sein Ego - einen Vertrag, leistungsbezogen, pro Jahr 22 Mio, bei Verletzungen drastische Kürzung, Erfolgsprämie inkludiert - für 2 Jahre.



    Ansonsten möge er, bei allem Respekt, zu 04 zurückgehen.