Posts by trooy

    Nein, das ist keine leere Drohkulisse.



    Und nein, das Geld bleibt mitnichten das gleiche. Wenn um einen Europäischen Meistertitel in einer Europäischen Liga geht, dann wird - zwanglsläufig - aus allen bisherigen europäischen Ligen der Königsanteil der gesamten Einspielsummen auch abgeschöpft. Dürfte jedem klar sein.



    Die übrig bleibenden Ligen werden dann das repräsentieren, was stets propagiert wurde. Spielen um der Ehre wegen.



    Der FCB muss konkurrieren. Nicht mit Vereinen wie Frankfurt, Augsburg, Kaiserslautern sondern Real, Manu, City. Um [i]denselben[/i] Titel, [i]dieselben[/i] Spieler.



    Wie grotesk - angesichts der derzeitigen Entwicklung insbesondere der Premier League - erscheinen Forderungen, er solle sich vor diesem Hintergrund in seinem wirtschaftlichen Verhalten in die selbstgewählte Mittelmässigkeit der Bundesliga einreihen. Guardiola hat den FCB TROTZ seinem Kropf gewählt, der Bundesliga. Einem Dasein im Mittelmasss. Will man sich darauf für alle Zukunft verlassen?



    Mir tut es leid für alle Traditionalisten, für alle wahren Fans, die dann nicht mehr diese spannenden Duelle gegen Frankfurt oder Köln anstelle von Spielen gegen Real oder Juve erleben dürfen. Bitter. Gewiss. Aber auch letztere werden einst die ihnen eigene Tradition erhalten. Und der Europäische Gedanke endlich fassbares Fleisch.

    Das wäre gemein. Ich freu mich schon so auf Ancelotti. Ähnlich mure . Bewahrheiten sich die Gerüchte, wäre es eine klassische win-win-Situation.



    Guardiola erhielte höchstwahrscheinlich die Chance, sich einen kompletten Kader ganz nach eigenem Gusto zusammenzukaufen. Ohne jede Rücksicht auf Nachhaltigkeit oder bestehende Kaderplanung.



    Trainingsgestaltung, Spielanalyse, taktische Planung ... dieser Verein dürfte mehr als ausreichend profitiert haben. Und wird es noch die gesamte Rückrunde. Doch die hiesige Kaderplanung, diesbezügliche Transferphilosophie ... alles aus einer Hand. Rundum gelungen und stimmig. Eben der beste Kader aller Zeiten hier. Ich nenn das Rückgrat.



    Und mit Ancelotti stünde der nächste Weltklasse-Trainer angeblich ebenfalls mit einem Drei-Jahresvertrag bereit. Rückgrat und Planung. Und ja, ich denke, auch Titel lassen sich durchaus planen. Wäre mehr als verwunderlich, wenn in den kommenden Jahren nicht noch einmal der Pott mit den grossen Ohren käme.



    Ach ja, Peps Frau. Die gewinnt auch. Dank grösserem Haushaltsbudget. Wenn's denn nur wahr würde.

    Ich kenne den vorausgehenden Leidensbeitrag einer Familie aus erster Hand, die Angehörige in eine Einrichtung stationärer Betreuung gibt.



    Allemal wenn es sich um einen Gerd Müller handelt. Bomber der Nation. Für die Ewigkeit. Möge Dich stets jemand auf Deinem kommenden Weg in Vergessen, ins Nichts, daran erinnern, wer Du einst für dieses Land, für uns alle ... warst.



    Und möge dieser Weg hin zum Ausschreien eigenener Orientierungslosigkeit ... in Deinem Fall stets von Samt und Seide gepolstert sein. Allemal mehr als verdient. Danke, Gerd Müller. Danke für alles.

    Ja, Weiser erinnert mich tatsächlich an Podolski. Mehr als ausreichend Talent und der Wunsch, dass es endlich entdeckt werden möge. Aber tun will er selber zuwenig dafür. Viel zuwenig. Seine derzeitige Leistung reicht wie gesagt nicht einmal für die Ersatzbank. Nüchtern betrachtet. Was für mein Empfinden definitiv mit seiner Prägung im Herkunftsverein zu tun hat. Andererseits ... habe ich der eindrucksvollen Reihe der Spieler aus Karlsruhe nach dem seinerzeitigen Transferdesaster wenig entgegenzusetzen. Warum also nicht weiter auch aus Köln?

    Mag sein, Weiser ist erst 20 Jahre alt. Zählt aber nicht. Nicht für 2 Cents. Weiser hat den Ruf einer Herkunft, einer gesamten Region zu behaupten. Für die, die vor ihm da waren, genau von dort und sich im Versagen gefielen, geradezu suhlten. Für solche, die aufgrund ihres augenscheinlich puren Talentes vor ihm diese feinste aller Chancen genossen und in deren Nutzung sehenden Auges willentlich versagten.



    Wenn Weiser sich nun eine weitere Chance erspielt und diese erneut willentlich verstreichen lässt, ist seine Herkunft für talentierte Fussballer ... auf Jahre ... ein Stigma. Kein erstklassiger Verein dieser Welt wird derartiges mehr wagen. Diese Last hat er zusätzlich zu sisyphosartigen Geduld dieses herrlichen Vereins hier auf seinen Schultern zu tragen. Soll er einmal im Leben dasselbe vollkommen und vorbehaltlos darauf ausrichten, tagtäglich nur und ausschliesslich das Allerbeste zu geben. Oder gehen! Wenn diese Herkunft einfach nicht dazu taugen sollte. Wenigstens mit Anstand.

    Letztlich könnte sich nun aber auch alles für Gomez zum Guten wenden. Gomez kann jederzeit ohne Forderungen aus seinem Vertrag entlassen werden. Seitens seines Vereines. Vom Trainer öffentlich gemacht.



    Und da mit 29 Jahren kein unverletzter Spieler seine Karriere beendet ohne sich ein Leben lang Vorwürfe zu machen, kann Gomez ja ebenso ablösefrei nach Stuttgart zurückkehren. Kann er nun ja im Gegenzug ebenfalls öffentlich verlangen.



    Und zu solchen Konditionen heimgekehrt, wäre er für den VfB wohl finanzierbar und dürfte dort endgültig zur Legende werden.

    Die Wahl scheint eher haargenau so abgelaufen, wie sie abzulaufen hatte und immer ablaufen dürfte. Hier geht es nicht um den "besten Fussballer". Nicht im Sinne des Spiels.



    Die Wahl ist ein Ausdruck des sportlichen status quo. Wirtschaftlich. Der Stellenwert eines Spielers definiert sich diesbezüglich augenscheinlich über:



    2. Den Rang von Person und Verein im weltweiten Werberanking,
    2. Den Rang seiner Liga innerhalb der 5-Jahreswertung,
    3. Die Höhe seines Gesamtsalärs,
    4. sportliche Präsenz von Verein und Spieler.



    Der einzige, der dies verstanden zu haben scheint ist Lewandowski. Neuer kann da nicht mithalten.



    Neuer hat den Fussball revolutioniert. Seine Position neu aufgefasst. Nicht allein letzter Mann sondern vielmehr fast sein Drittel des Feldes verteidigt und nach Umschalten das Spiel aufgebaut. Ein Ritt auf der Rasierklinge, fehlerfrei interpretiert, einzigartig und unabdingbar für das Spiel des eigenen Kaders wie insbesondere ebenso den WM-Titel der Nationalmannschaft. Das Maximum.



    Fussballerisch trägt Neuer längst das Mäntelchen der Geschichte. Ronaldo ein halbes Pfund Pomade auf dem Kopf und auf dem Rasen ... stets dasselbe wie seit Jahren. Darum aber geht es eben nicht.



    Was mich enttäuscht hat ist, dass Neuer diese Wahl nicht wirklich für seine Person genutzt hat. Entsprechend ihrem Sinn. Messi hat ein braunes Sakko angezogen und dafür eine Million€ erhalten. Warum nutzt Neuer seine Gaderobe nicht? Ist doch genug Fläche da. "Domestos packts!" ... 2 Meter Werbefläche. Muss 'ne alte Frau lange für stricken. Das nächste mal.

    Wenn es eines gibt, dass ich meinen Kindern wünsche, dann ist es die Entwicklung eines Boateng. Von einem talentiertem Hallodri in der IV zum Weltklasse-IV. Einer wahren deutschen Eiche. Bei der nur noch die Frage sein wird, an welcher Stelle sie im Rückblick auf die besten Spieler aller Zeiten hierzulande (wie international) eines Tages stehen wird. Alles scheint möglich.



    Doch ich liebe ihn nicht für seine Schuh-Zimmer. Seine 650 Paar Sneakers. Eher trotzdem. Und als Modemuffel, der schon seit Jahrzehnten - aber wirklich - keine Ahnung mehr hat, wie (M)man sich kleiden sollte, ehre ich ihn für den Titel "best dressed man of the year" in der Hoffnung, dass dies die Entwicklung des Spielers Boateng, die die einzige ist, die für mich Wert hat und von Bedeutung ist, nicht behindert sondern zusätzlich beflügelt. Und seine Interviews kann er auch geben, wie er mag.

    Dem ist ja so, wie Du schreibst, morri . Und dem war schon immer so. Zumindest seit fast 40 Jahren. Teils war Fremdschämen angesagt, teils Bewunderung für nicht nachzuvollziehende Dreistigkeit, die Resultate erzielte. Und es gab Kommentare seitens der Spieler. Auch öffentlich (gemacht).



    Die Möglichkeit der totalen Abschottung bestand im betreffenden Zeitraum und Fleck nicht. Und ich weiss eben nicht, wirklich nicht, ob ich diese heute ähnlich goutieren sollte wie Du, morri . Ich weiss es wirklich nicht. Ich verstehe Deine Worte vollauf.



    Nur … sind es nicht eben diese Fans, in ihren Schattenseiten eben seit jeher genau so gestrickt wie Du schreibst, morri , die das Spiel zu dem gemacht haben, was es heute ist? Die ihm seine Bedeutung, seinen Wert, seine Möglichkeiten gaben, die es zu dem machten, was es heute ist? Und die Lösung soll sein, ihnen gegenüber den Kader noch weiter zu isolieren? Oder eher das Gegenteil?



    Ich weiss es nicht, vielleicht ist die englische Entwicklung unausweichlich, auf einer bestimmten Ebene angekommen. Und auf die läuft es hinaus. Kerzengrade. Aber das würde heissen, dass ich all die Jahre unrecht hatte, in denen ich eine wirtschaftliche Weiterentwicklung des Fussballs hierzulande gefordert habe. Entgegen aller warnenden Stimmen vor einer weiteren Kommerzialisierung des Fussballes. Dann wäre nämlich doch besser gewesen, man hätte sich mit Bestehendem beschieden, wie mir gesagt wurde. Für alle. Denn die übleren Anschläge auf `Prominente' geschehen erfahrungsgemäss in deren „Abschottung“.



    Was für ein Wahnsinn. Genau dieser Fan, von dem Du schreibst, morri , der Monatsgehälter ausgibt um beim Traininslager der Seinen auch am Ende der Welt dabei zu sein, hat die Spieler erst in den Rang von Prominenten befördert, dann darüber ehoben auf eine ihnen eigene Ebene um schliesslich von genau denselben aufgrund seines Verhaltens abgesondert zu werden. Den Ast absägen, auf dem man sitzt. Too much comfort? Hatten sie recht, morri ?

    Ich frage mich, was der Auslöser dieses beanstandeten, angeblich unangenehm fanatischer werdendenen Verhaltens von Fanseite eigentlich sein soll?



    1. Eine nachvollziehbare Reaktion auf ein zunehmendes Abschotten nicht nur der Mannschaft von bisher üblichen, öffentlichen Trainingseinheiten?


    2. Oder ist dies einfach nur die Kehrseite der Kommerzialisierung des Fussballs, dieses Hypes und wird somit unabwendbar zu einer noch weitergehenderen Abschottung des Kaders gegenüber den Fans seines Vereines führen?

    Besser könnte es kaum laufen. Die Meisterschaft ist längst in trockenen Tüchern. Der Reiz der Liga gering. Wohin das führt, konnte man oft genug sehen. Aber ... jetzt ... gibt es einen neuen Reiz! Das Training mit Dante.



    Es mag einem Ritt auf der Rasierklinge gleichkommen. Dennoch ... - ich hoffe Thomas Müller dreht jetzt erst richtig auf. So richtig - aber so richtig - vom Leder ziehen. Er kann sich ja coachen lassen, diesbezüglich. Scheiss auf die Spiele. Hier zieht man seinen thrill eben aus dem täglichem Training. Mit einem Dante ausser Rand und Band. Klasse.



    Pep kann das einbauen. In Trainingsinhalte. Taktische Schulungen gegen erbitterte Härte. In Absprache mit Müller. Traumhaft wäre, wenn Jeremies Dante noch diesbezüglich verstärken könnte. Alles würde möglich.



    Tatsächlich war der Sieg geben Brasilien ein Wunder an empathischer Zurückhaltung. Derartiges habe zumindest ich zuvor noch nicht erlebt. Ein Trainer, der offen sichtbar die Anweisung an seinen Kader gab, diesen Sieg nicht in vollen Zügen auszukosten und einen Kader, der dies befolgte. Doch ein geschlagenes Land braucht den Hass und die Verachtung des Siegers um sich wieder aufzurichten. Dementsprechend gebürt Dante Brasiliens Dank. Und die Wahrheit ist eine billige Ware, für Alkoholiker und Demente passend. Hau rein, Dante! Keine Gnade.

    Ich würde das wirklich gerne so sehen wie Du, @jarlaxle. Ist das Gesündeste und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Angemessenste. Dachte auch, dass mir das gelungen wäre aber eben nur kurzfristig bis zu diesem besagten, letzten Tor gegen Neuer. Da kam die ganze aufgestaute Wut wieder hoch. "Also doch!" Für mich bleibt Podolski weitgehend schäbiger Umgang mit eigenem, riesigem Talent und als solcher eine Referenz.

    Den Nagel auf den Kopf getroffen.



    Das und genau das ist der Kern des Vorwurfs. Exakt diese Mentalität brachte er aus Köln mit, in der seinerzeitigen Spielidee sicherlich noch tragfähig ... allerdings ... gepaart mit entsprechender Internationaler Klasse, die er noch nicht besaß. Der Fussball entwickelte sich weiter, Podolski aber blieb exakt dieser Spielertyp.



    Sein Potential habe ich nie bezweifelt, @aloysius Statistiken belegen dies nur - doch hat er eine weitere Schwäche: Er kann seine Leistung nicht willentlich fokussieren. Wenn, dann nur getrieben von äusseren Umständen, wie bei diesem spektakulären Tor gegen Neuer, dass in meinen Augen nur zeigt, was alles möglich gewesen wäre, wenn ...



    Wer möchte heutzutage denn das Spiel seines Kaders noch auf einen Solisten abstimmen? Von der Klasse eines Podolski? Was wäre damit international noch zu erreichen? In einem Kader mit komplexer Spielanlage ist Lukas nur da und dann einsetzbar, solange die ihm zugedachte Rolle genau die ist, die er "braucht". Viel zu wenig.



    Der italienische Fussball entspricht der bestehenden Spielanlage und dem -potential vermutlich am besten. Solange kein variablerer Spieler entsprechender Klasse auf seiner Position zur Verfügung steht, kann er auf Einsätze hoffen. Charakterlich und persönlich kann man ihm augenscheinlich nur tiefen Respekt zollen. An seiner unzeitgemäss eingeschränkten Spielanlage ändert das nichts.

    Kaum. Hier wird dafür viel, viel zu wenig beleidigt. Nicht mal von der Moderation. Es regnet auch keine Sperren wie Konfetti. Und dazu wird hier noch sachlich argumentiert. Regelmässig. Nee ... absurd (!) ... wie kommst Du darauf?



    Abgesehen von denen, die zu blöd waren einzusehen, was augenscheinlich Tatsache war, so wie ich, und Erwartungen in den jungen Podolski setzten, die dieser so nie erfüllen konnte - ist er selbst der einzig Geschädigte. Das Talent hätte gereicht - beim FC Bayern geprägt und nicht bei diesem Karnevalsverein - zu einer grossen internationalen Karriere. Vieleicht sogar ähnlich der von Matthäus. Der zeigt, dass man selbst den Ruf eines Fussballgottes verleben kann. Matthäus mit seiner fünften (?) Ehe das Beste und Podolski in Mailand.

    Ich habe sie am rechten Zeigefinger und an beiden Daumen. Wollte mir dies Jahr keine Feuerwerksbatterien kaufen, weil ansonsten immer gleich die Mülltonne mit den Resten voll war. Dies Jahr also Böller und da die nix mehr kosten entsprechend viele. Ich hatte keine Ahnung mehr, wiviel man eigentlich davon braucht und als ich nach einer dreiviertel Stunde `Böllerzündung am Fliessband' wirklich aufgeben musste die alle zu zünden, da war ich in besagt lädiertem Zustand. Ich glaube, in meinem Alter sollte man das Feuerwerkeln besser anderen überlassen.

    Denke, der Podoski Wechsel passt schon. Die Spielweise scheint ihm sehr entgegenzukommen, ermöglicht vieleicht wieder regelmässige Einsätze. Und eine dritte Sprache, eine dritte Kultur kennezulernen, es gibt Übleres. Auch eine schöne Vita, am Ende. Drücke ihm die Daumen.

    Dafür braucht es keinen Uli Hoeness. Mein Wunsch: Die erfolgreichste Ära der Nachwuchsförderung aller Zeiten auf Kiel zu legen. Für den Spitzenbereich. Alles andere (2. Mannschaft, A- ...) fällt ab. Und es sollte mich sehr wundern, wenn im Rückblick in ein paar Jahren, wenn die Ernte ansteht, der Fussball hierzulande sich nicht wieder über eine "Goldene Generation" freuen dürfte. Am Ende gilt doch: Passt schon.

    Innerhalb der Buli darf der FCB II nur bis in die Dritte Liga. Nichts dazwischen. Bestünde rechtlich eigentlich die Möglichkeit, einen anderen Verein aus der 1. Liga zu kaufen, um dort dann Perspektivspieler nach eigenem Gusto zu entwickeln oder zu parken? Bestünde rechtlich die Möglichkeit dies ausserhalb der Buli bei irgendeinem passend erscheinenden europäischen Erstligisten zu dürfen? Das hätte doch Vorteile für die Kaderplanung.