Posts by denkerundlenker

    Die Formulierung, Lauterbach sei ein "so genannter Experte" ist sicher auch nicht glücklich. Es bringt nichts, sich an Lauterbach persönlich abzuarbeiten. Aber das ist tatsächlich das Einzige, was mich an Flicks Meinung etwas stört. Ihn auf dieser Grundlage mitverantwortlich zu machen dafür, dass PolitikerInnen Morddrohungen erhalten, ist eine bodenlose Frechheit.


    Flick hat seine Meinung geäußert. Muss nicht jedem gefallen. Steht ihm aber zu. Er hat weder Corona geleugnet, noch zu Gewalt aufgerufen oder Gedanken von Querdenkern aufgegriffen. Ich finde es schlimm, was daraus in der Öffentlichkeit gemacht wird. Hier hat ein unbescholtener Mensch etwas gesagt, das keinesfalls eine unwiderrufliche Anklage, keinesfalls eine Generalabrechnung oder ein Hinweis auf gänzliche inkompetente PolitikerInnen gewesen wäre. Puh - das muss möglich sein, auch wenn man in der Sache möglicherweise nicht zustimmt.


    Was daraus nun konstruiert wird, ist es, was manche Menschen von der Politik vertreibt: Anstatt sich inhaltich Gedanken zu machen, ob vielleicht was dran sein könnte, anstatt den Dialog zu suchen mit jemandem, der nun wahrlich nicht im Verdacht steht, ein in irgendeiner Form Radikaler zu sein, wird abgehoben auf eine Ebene, die massiv unfair und der Sache nicht dienlich ist.


    Heute ist Flick der, der durchs Internet gejagt wird. Ist ja so schön einfach. Was das mit IHM macht, der überhaupt keine allzu bösen Absichten hatte, sondern sich nur gegen die populistischen Aussagen von Lauterbach wehrt, fragt natürlich keiner.


    Ich hoffe, Flick äußert sich heute nach dem Spiel nochmal und dann ist das Thema auch erledigt.

    Das ist sicherlich ein Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte. Auf der anderen Seite haben sie ihre Auswärtsspiele in Leverkusen, Gladbach und Berlin gegen Union auch ohne Fans verloren.


    Es darauf zu reduzieren, ist doch sehr, sehr einfach. Bei Dortmund stimmt es in diesem Jahr einfach strukturell nicht.

    Flick hat nichts Verwerfliches gesagt. Gewiss, seine Meinung muss man nicht teilen. Man muss nie irgendeine Meinung teilen. Aber: Es muss möglich sein, seine Haltung zu äußern. Was ist an dem, was Flick gesagt hat, denn wirklich schlimm?


    Die Politik hat im Rahmen dieser Pandemie vieles richtig gemacht. Der Schutz der Gesundheit hatte bislang immer Priorität, und diesen Ansatz unterstütze ich zu 100 %. Ich bin - ebenso wie Flick - der Meinung: Die Politik darf Fehler machen, auch und gerade in einer Extremsituation wie dieser. Wir sind vergleichsweise gut - ich bitte das vergleichsweise zu beachten - durchgekommen. Aber: Es hätte einiges besser laufen können. Ich bin deshalb zufrieden, dass Flick mal ausgesprochen hat, was mich am meisten stört: Wo ist die Perspektive? Wo ist das Positive? Wo ist Hoffnung für die Bevölkerung? Das erkenne ich zu wenig. Und ich finde, das darf man dann auch mal ansprechen.


    Der FC Bayern hat - um mal zum Fußballerischen zu kommen - nichts Verbotenes getan. Die Reise nach Katar hat niemand untersagt. Die Handball-WM in Katar - hat niemand untersagt. Wintersport-Wochenenden in Südtirol - hat niemand untersagt. Aus infektiologischer Sicht ist gerade jede Bewegung gefährlich. Das verstehe ich. Aber: Man kann die Bevölkerung nicht noch weiter zurückdrängen. Bundesliga, Handball, Wintersport - sie geben der Psyche der Menschen etwas Gutes. Etwas Verlässliches. Etwas Normalität in einer unnormalen Zeit.


    Ich finde es deshalb ausgesprochen befremdlich, dass Lauterbach im Wissen um die engen Taktungen der Corona-Testungen bei Fußballern den FC Bayern heranzieht, um Stimmung zu machen. Und ja, ich stimme Flick zu: Dahinter steckt auch, sich für Wahlen in Stellung zu bringen. Lauterbachs Äußerungen sind in diesem Fall populistisch. Populistisch auf dem Rücken des FC Bayern. Populistisch auf dem Rücken des Sports. Populistisch auf dem Rücken des Stücks Normalität. Populistisch, um daraus einen eigenen Vorteil zu ziehen.


    Ich respektiere Lauterbach. Er hat mehr Ahnung von Virologie im kleinen Finger als ich im Ganzen. Alles kein Problem. Wenn ich ihn nicht hören und sehen will, schalte ich weg. Aber seine Äußerungen zur Katar-Reise sind einfach unnötig. Sie hetzen Menschen gegen die bösen Fußballer auf, die hier aber nichts Verbotenes getan haben.


    Das Ergebnis ist jetzt, dass Flick in den so tollen sozialen Medien als "Querdenker" und "Arschkrebs der Gesellschaft" bezeichnet wird (das sind nur zwei Formulierungen, die ich gelesen habe seit gestern). Das wird dem Menschen Hansi Flick sicher zu 100 % nicht gerecht. Das wird auch seiner Haltung zu Corona und zur Politik nicht gerecht. Das hätte verhindert werden können. Und das ist ein Punkt, der mich echt wütend macht. Wo leben wir eigentlich, dass selbst Äußerungen wie die von Flick, die nun wahrlich nicht als Leugnung von Corona oder als Generalabrechnung mit der Politik verstanden werden können, dazu führen, dass ein solcher Shitstorm einsetzt?


    Löscht meinen Beitrag von mir aus, aber das musste ich einfach loswerden.

    Sorry da ist viel Quatsch dabei...Atalanta Bergamo gegen Valencia war das Superspreader Evant schlecht hin. Im Sommer gab es zu wenige Test in Deutschland, die Fußball Clubs hatten aber genug um täglich testen zu können. Wäre besser wenn sich der ganze Club nicht zu dem Thema äußeren würde.

    Katar ist als Risikogebiet aufgelistet, d.h. eigentlich müsste die komplette Mannschaft inkl. Funktionsteam in Quarantäne.

    Der Profifußball hat "Sonderrechte" viele Normal Bürger dürfen ihren Beruf im Lockdown nicht ausüben trotz Hygienekonzept

    Ich meinte die Spiele ohne Zuschauer.

    Der Fußball hat ein funktionierendes Hygienekonzept vorgelegt. Weder die Bundesliga, noch die internationalen Turniere haben zum Pandemieproblem irgendetwas beigetragen. Kein Fußballspiel war ein Superspreader-Event, kein einziger Mensch wurde weniger auf das Corona-Virus getestet, weil Fußballer getestet wurden. Nicht umsonst ist Lauterbach ja gerade erst zurückgerudert und hat sich bei Rudi Völler für seine Äußerungen im Frühjahr entschuldigt. Nur daraus gelernt hat er anscheinend nichts.


    Am Ende gehen die ihrer Arbeit nach. Nicht mehr, nicht weniger.

    Wir verlieren bei dem Transfer doch gar nichts. Selbst, wenn er nicht das Niveau haben sollte, hier auszuhelfen, wenn es notwendig ist, haben wir mit Hernández noch eine Alternative zu Davies in der Hinterhand und könnten in der Innenverteidigung und auf rechts noch mehrere Varianten aufbieten. Mit Süle, Hernández, Upamecano und Nianzou sind wir innen prima dabei.


    Ich begreife nicht ganz, wo jetzt hier das Problem liegen soll - zumal, wie st3v3 richtig schrieb - auch wir auf unser Geld schauen müssen.

    Jetzt wird es völlig verdreht

    KHR hat weder von einer Sonderbehandlung noch von einer systemrelevanten oder medizinischen Notwendigkeit gesprochen.

    Einzig davon das Fußballer eine Vorbildfunktion für Impfungen gegen Impfskepsis sein könnten.

    Alles andere ist hineininterpretiert worden

    Ja klar, die Vorbildfunktion. Als was würdest du das sonst bezeichnen, wenn nicht als Sonderbehandlung - und damit schon auch in Richtung Systemrelevanz gehend, denn um nichts anderes geht es ja: Die Impfquote steigern dadurch, dass Fußballprofis sich impfen lassen und damit Skeptiker anregen, sich ebenfalls impfen zu lassen.


    Mag was dran sein. Ich kann mich aber auch von Eltern, Freunden und ArbeitskollegInnen überzeugen lassen - wenn die sich impfen lassen und sich herausstellt, dass da gar nichts Besonderes passiert.


    Leute, wie kommt das bei Leuten an, die als Ärzte, Rentner oder Vorerkrankte noch Monate auf Impfungen warten können? Einfach mal den Ball flachhalten und vorher überlegen, welche Reaktionen man auslöst.

    Tuchel war für Dortmund ein Super-Trainer, hat aber kein bisschen das Image eines Malochers. Ähnliches gilt für Favre. Ich sehe den Kern des Problems auch darin, dass da eine Identität gelebt werden möchte, die sich nicht immer vereinbaren lässt mit dem Anspruch, international vorne mitspielen zu können. Klopp war in der Hinsicht die goldene Ausnahme - die Suche nach einem zweiten Klopp hat Dortmund in den vergangenen Jahren nicht glücklich gemacht.